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Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen Gefangene und Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Sehnde wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Bestechung. Unter den Beschuldigten sind auch vier Mitarbeiter der JVA Sehnde. Gegenstand der Ermittlungen ist jetzt, wie die Waffen und Drogen in das Gefängnis gelangen konnten. In Sehnde arbeiten rund 280 Menschen, rund 530 Gefangene sitzen dort ihre Strafe ab.

45 Mobiltelefone, 70 Datenträger, zahlreiche SIM-Karten

«Es ist ein außergewöhnlicher Fall», sagte Eisenhauer. In zwölf Hafträumen seien mutmaßliche Drogen sowie Streckmittel entdeckt worden. Zudem seien außerhalb der JVA 45 Mobiltelefone, 70 Datenträger sowie zahlreiche SIM-Karten beschlagnahmt worden. Die Auswertung der Millionen von Daten werde jetzt die Hauptarbeit bedeuten. Als organisierte Kriminalität wollte Eisenhauer den Fall aber zunächst nicht einstufen.

Der Anstoß zu den Ermittlungen sei aus der Anstalt selber gekommen, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums am Mittwoch. Die Ermittlungen stünden noch ganz am Anfang. Die vier beschuldigten JVA-Beamten sind vom Dienst suspendiert worden.

mit dpa

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