Copy LinkCopy LinkShare on MessengerShare on Messenger

Niedersachsen wird die Terminvergabe für Personen aus der Prioritätsgruppe 3 nach der Bundesimpfverordnung im Laufe des Monats schrittweise öffnen. Ab dem kommenden Montag (10. Mai), ab 8 Uhr, können sich in einem ersten Schritt alle Niedersächsinnen und Niedersachsen, die älter als 60 Jahre sind, Personen mit bestimmten Vorerkrankungen und bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen sowie Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, für einen Termin in ihrem örtlichen Impfzentrum anmelden.

Online-Portal wird ausdrücklich empfohlen

Aufgrund des zu erwartenden hohen Anrufaufkommens an der Hotline wird ausdrücklich empfohlen, vor allem das Online-Portal für die Anmeldung zu nutzen. Auch bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten können diese Gruppen dann Termine vereinbaren, sofern in den Praxen Impfstoff zur Verfügung steht. Eine Auswahl des Impfstoffs sei in den Impfzentren weiterhin nicht vorgesehen. Aus der grundsätzlichen Impfberechtigung erwachse zudem kein Anspruch auf eine sofortige Impfung.

Wer ab 10. Mai alles impfberechtigt ist

Neben den Niedersächsinnen und Niedersachsen über 60 sind ab Montag folgende Personen im ersten Schritt impfberechtigt:

  1. Personen mit folgenden Erkrankungen:
    – behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen,
    – Immundefizienz oder HIV-Infektion,
    – Autoimmunerkrankungen,
    – rheumatologische Erkrankungen,
    – Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Vorhofflimmern, koronare Herzkrankheit,
    arterielle Hypertonie,
    – Zerebrovaskuläre Erkrankungen, Schlaganfall und andere chronische
    neurologische Erkrankungen,
    – Asthma bronchiale,
    – chronisch entzündliche Darmerkrankung,
    – Diabetes mellitus ohne Komplikationen,
    – Adipositas (BMI über 30).
  2. Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer
    Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen
    Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht.
  3. Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich
    erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.
  4. Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben und zudem über 60 Jahre alt sind oder eine der vorgenannten Erkrankungen haben.

Wer ab 17. Mai alles impfberechtigt ist

In einem zweiten Schritt können ab Montag, den 17. Mai auch die folgenden Personen und Gruppen einen Termin erhalten:

  1. Tätige im Lebensmitteleinzelhandel
  2. Mitglieder von Verfassungsorganen
  3. in relevanter Position Tätige bei Verfassungsorganen, Regierungen, Verwaltungen, Polizei, Zoll, Katastrophenschutz, THW, Hilfsorganisationen, Justiz und Rechtspflege, Medien- und Pressewesen
  4. in relevanter Position Tätige bei Auslandsvertretungen, politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in Deutschland in den Bereichen: Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen

Wer ab 31. Mai alles impfberechtigt ist

Der dritte und letzte Öffnungsschritt vor der vollständigen Aufhebung der Priorisierung folgt schließlich am Montag, 31. Mai, mit den folgenden Personen und Gruppen:

  1. Personen, die an Hochschulen tätig sind
  2. Wahlhelferinnen und -helfer
  3. in besonders relevanter Position Tätige in KRITIS Unternehmen, insbesondere: Apothekenwesen, Pharmawirtschaft, Bestattungswesen, Ernährungswirtschaft, Ver- und Entsorgung, Transport- und Verkehrswesen, Informationstechnik und Telekommunikationswesen
  4. Tätige in med. Einrichtungen, insbesondere in Laboren ohne Patientenbezug

Nachweise ausfüllen und zum Termin mitbringen

Zum Termin im Impfzentrum oder einer Arztpraxis muss dann noch eine entsprechende Bescheinigung der Arbeitgeber:innen mitgebracht werden, die hier online abgerufen, ausgefüllt und ausgedruckt werden kann. In Bezug auf die Unternehmen der „kritischen Infrastruktur“ (KRITIS) gilt die Definition des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Verbindung mit der BSI-Kritisverordnung des Bundes.

Die Beurteilung, ob jemand in einer „besonders relevanten Position“ oder „relevanten Position“ in der entsprechenden Berufsgruppe ist, treffen die Arbeitgeber:innen oder Selbstständigen und bestätigen dies mithilfe der Arbeitgeber:innenbescheinigung.

Als Indiz für die besondere Relevanz der Position kann beispielsweise gelten, dass eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter nicht ohne weiteres ersetzt werden kann. Die Bewertung, ob eine solche „besonders relevante Stellung“ gegeben ist, ist im Einzelfall unter Berücksichtigung der konkreten Tätigkeit und des Arbeitsumfeldes durch die jeweiligen Arbeitgeber:innen zu treffen.

Im Hinblick auf risikobehaftete Arbeits- und Lebensverhältnisse kann z. B. für die Impfung im Impfzentrum ein Nachweis über den Bezug von SGB II (Hartz 4) erfolgen. Aus den Erfahrungen der vergangenen Monate mit Krankheitsausbrüchen, ist es dem kommunalen öffentlichen Gesundheitsdienst außerdem möglich, vor Ort besondere Schwerpunkte für Impfangebote in Quartieren vorzusehen, in denen ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

Personen, die aus den oben genannten medizinischen Gründen impfberechtigt sind, müssen dies im Impfzentrum mit einer Bescheinigung einer Ärztin oder eines Arztes nachweisen, welche die Berechtigung nach der Impfverordnung bestätigt.

Zur Startseite