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Panikrocker Udo Lindenberg soll am Mittwoch Hamburgs höchste Auszeichnung, die Ehrenbürgerwürde, erhalten. Ehe die Hamburgische Bürgerschaft über den Antrag des Senats abstimmt, haben im Parlament gegen 18.30 Uhr Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sowie Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen das Wort. Die Zustimmung des Parlaments beim letzten Tagesordnungspunkt des Sitzungstages gilt als sicher. Im Anschluss ist ein Festakt im Großen Festsaal geplant.

Sänger Udo Lindenberg steht während eines Promotion-Termins vor der Kulisse der Elbphilharmonie. Foto: Georg Wendt/dpa/Archivbild

Lindenberg (76), gebürtiger Westfale, der seit Ende der 1960er Jahre in Hamburg lebt, reiht sich als Ehrenbürger ein in eine illustre Schar von Persönlichkeiten. Neben Politikern wie Altkanzler Helmut Schmidt (1918-2015) und Schriftstellern wie Siegfried Lenz (1926-2014) gehören der kürzlich gestorbene Fußballer Uwe Seeler, Hamburgs Ballettintendant John Neumeier, Kinderbuchautorin Kirsten Boie und Unternehmer Michael Otto zu den Hamburger Ehrenbürgern.

Tschentscher hatte Lindenberg bereits anlässlich dessen 75. Geburtstags im Mai 2021 als Ehrenbürger vorgeschlagen. Wegen der langanhaltenden Corona-Beschränkungen kann die Auszeichnung aber erst jetzt übergeben werden.

Mit Straßenlyrik und Sprechgesang zum Erfolg

Seit den 1990er Jahren lebt Lindenberg in einer Suite im Hotel „Atlantic“. Anfang der 1970er Jahre hatte der Sänger die Rockmusik mit deutschen Texten revolutioniert – mit Straßenlyrik und Sprechgesang startete er eine einzigartige Karriere. Er schrieb hunderte Songs, darunter Hits wie „Horizont“, „Cello“, „Sonderzug nach Pankow“ und „Wozu sind Kriege da?“ und füllte mit seinen Rockrevuen die größten Hallen, zuletzt in diesem Sommer mit „Udopium Live 2022“.

Seine Biografie und sein Werk sind eng mit Hamburg und Norddeutschland verbunden. „Mit markanter Sprache und zeitbezogenen Texten hat Udo Lindenberg der deutschsprachigen Rockmusik zum Durchbruch verholfen und sie über Jahrzehnte erfolgreich gemacht“, hatte der Senat im vergangenen Jahr mitgeteilt. Sein Bemühen um die innerdeutsche Verständigung gehöre zur Geschichte der Wiedervereinigung.

Mit dpa

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