„Ich habe Fieber. Kann ich mich testen lassen?“: Häufig gestellte Fragen zum Coronavirus

Die Sorge oder sogar Angst vor dem Coronavirus treibt viele Menschen um. Extra eingerichtete Info-Hotlines berichten von tausenden Anrufen am Tag, auf Social Media berichten viele Menschen davon, stundenlang in den Warteschleifen zu hängen und nicht durchzukommen. Das Robert-Koch-Institut (im Weiteren: RKI), Verbraucherzentralen, Land- und Stadtportale geben im Netz Antworten auf die häufig gestellten Fragen. Wir haben sie hier kurz und knapp zusammengefasst.

Foto: Pixabay

Ich habe Husten und Fieber. Kann ich mich testen lassen?

Nicht jeder Patient mit Symptomen wie Husten, Halsschmerzen und Fieber kann auf das Coronavirus getestet werden. Laut Kriterien des RKI kommt es darauf an, ob man Kontakt zu bestätigten Covid-19-Fällen hatte und/oder man sich in einem offiziellen Risikogebiet aufgehalten hat. Die Risikogebiete aktualisiert das RKI laufend. Trifft mindestens einer dieser beiden Fälle zu, sollte man TELEFONISCH den Hausarzt kontaktieren oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 anrufen.

 

Ich bin erkältet, möchte aktuell aber ungern eine Arztpraxis aufsuchen

Wer Erkältungssymptome hat und kein Corona-Verdachtsfall ist, kann sich auch per Telefon krankschreiben lassen.

 

Ich hatte Kontakt zu einer Person, bei der das Coronavirus nachgewiesen wurde

Wer Kontakt zu einer infizierten Person hatte, sollte auch ohne Symptome getestet werden und sich telefonisch an sein zuständiges Gesundheitsamt wenden. Einfach hier die eigene Postleitzahl eingeben und das zuständige Gesundheitsamt ermitteln.

 

Ich war vor Kurzem an einem Ort, der im Nachhinein zum Risikogebiet erklärt wurde. Was muss ich tun?

Wer davon erfährt, dass ein Ort, an dem er sich kürzlich aufgehalten hat, zum Risikogebiet erklärt wurde, kann sich an sein zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das Gesundheitsamt kann das individuelle Risiko weiter eingrenzen und ggf. Vorsichtsmaßnahmen empfehlen. Wer unter Symptomen leidet, sollte seinen Arzt TELEFONISCH oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 kontaktieren. 

 

Ich war in einem Nicht-Risikogebiet auf Reisen. Muss ich trotzdem etwas beachten?

Für Reisende aus Regionen, in denen Covid-19-Fälle vorkommen, die aber kein vom RKI ernanntes Risikogebiet sind, gilt: Wer innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickelt, sollte seinen Arzt telefonisch kontaktieren, mit Hinweis auf die Reise. Zudem rät das RKI, unnötige Kontakte zu vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben und auf gründliche Hygiene zu achten.

 

Dürfen meine Kinder nach Rückkehr aus einem Risikogebiet in die Schule oder Kita?

Wer in einem Risikogebiet war, darf 14 Tage lang nicht in die Schule oder in die Kita gehen. Ganz unabhängig davon, ob man Symptome hat oder nicht. 

 

Wegen eines Verdachtsfalls wurde die Kita geschlossen

Bleiben Kita oder Schule wegen Infektionsgefahr geschlossen, muss sich der Arbeitnehmer zunächst um eine anderweitige Betreuungsmöglichkeit kümmern. Gibt es keine, sollte mit dem Arbeitgeber geklärt werden, ob z.B. Homeoffice in Betracht kommt. Ist auch das nicht möglich, weil die Kinder zum Beispiel sehr klein sind, könnten auch Überstundenabbau oder Urlaub in Frage kommen. Wichtig ist immer die Abstimmung mit dem Arbeitgeber.

 

Ich fühle mich unwohl dabei, mein Kind in der aktuellen Situation in die Schule zu bringen 

Grundsätzlich ist die Schulpflicht aktuell nicht aufgehoben. Wer nicht in einem Risikogebiet war und keinen Kontakt zu einem Infizierten hatte, kann nicht einfach entschuldigt werden. Einige Kitas und Schulen wurden bereits geschlossen, die Schließung aller Schulen ist bislang aber nicht geplant.

 

tam/RKI/Verbraucherzantralen/Ärztlicher Bereitschaftsdienst

 

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