HSV-Umfrage: 89 Prozent für weitere kontrollierte Pyrotechnik im Stadion

Die Fanchoreografie der HSV-Fans. Foto: hsv.de

Bei der Partie HSV gegen den KSC am 8. Februar kam zum ersten Mal im deutschen Profifußball kontrollierte Pyrotechnik (zehn Rauchsimulatoren) zum Einsatz. Der DFB hatte die Fanchoreografie auf der Nordtribüne zuvor genehmigt. Im Anschluss an die Aktion führte der HSV mit allen Beteiligten eine Umfrage durch. Dabei wurden per E-Mail alle Dauerkarteninhaber angeschrieben und nach ihren Eindrücken des Pyro-Einsatzes und möglichen Absichten für die Zukunft befragt. Das Ergebnis der Umfrage: 98 Prozent der fast 5.000 Teilnehmer gaben an, dass sie ein sicheres Gefühl während des Abbrennens hatten, 95 Prozent fühlten sich durch die Pyro-Aktion auf ihren Plätzen nicht eingeschränkt und 89 Prozent würden es begrüßen, wenn der HSV erneut Anträge für das Abbrennen von Pyrotechnik stellen würde.

Mehrere Profi-Clubs und auch Ultragruppierungen anderer Vereine bei den Hamburger Initiatoren gemeldet und um weitere Informationen gebeten, um den Weg eines erfolgreichen Genehmigungsverfahrens über den DFB womöglich selbst einmal anzugehen.

Cornelius Göbel, Abteilungsleiter Fankultur des HSV, freut sich über die Ergebnisse. „Schon die große Anzahl der Umfrageteilnehmer zeigt, dass es sich um ein wichtiges Thema handelt“, sagt er. Man stehe trotzdem noch am Anfang eines langwierigen Prozesses. Göbel: „Man hat gemerkt, dass das Experiment mit sehr hohen Erwartungen verbunden ist. Nach dem Motto: Die Ultras haben ihre offizielle Pyro-Show bekommen, jetzt muss Schluss sein mit den Bengalos. Aber auf Subkulturen kann man dieses lineare Denken – wenn dieses passiert, muss danach jenes passieren – nicht anwenden. Die erfolgreiche Aktion bedeutet nicht, dass die Zündelei in allen Stadien nun abrupt aufhört. Es handelt sich um einen Prozess. Aktuell ist es schwierig, die Entwicklung vorherzusehen.“ Ob und wann eine nächste Aktion geplant ist, steht noch nicht fest.

hsv.de

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