Holstein Kiel gelingt später Ausgleich gegen den HSV

Kiels Jae-Sung Lee (l) und Hamburgs Amadou Onana kämpfen um den Ball. Foto: Frank Molter/dpa

Der Hamburger SV kann gegen seinen Angstgegner Holstein Kiel nicht gewinnen. Die Hanseaten trennten sich am Montagabend vom Nordrivalen im leeren Holstein-Stadion 1:1 (1:0). Die Tore erzielten Moritz Heyer (43. Minute) nach starker Vorarbeit von Jeremy Dudziak für die Gäste und Joshua Mees (90.+1) für Holstein Kiel in der Nachspielzeit. Der HSV wartet nunmehr seit fünf Zweitliga-Partien gegen die Schleswig-Holsteiner auf den ersten Sieg. Zu Buche stehen jetzt zwei Niederlagen und drei Remis. „Die erste Halbzeit war sehr gut“, sagte HSV-Innenverteidiger Toni Leistner bei Sky. „Wir hätten einfach den Deckel draufmachen müssen.“

Auch mit dem Gewinn des einen Punktes konnte der HSV seinen Tabellenführung ausbauen. Die Hamburger führen jetzt mit 17 Punkten und haben den komfortablen Vorsprung von fünf Zählern auf den Relegationsrang. Damit untermauerte der HSV seinen Anspruch, in dieser Saison in die Bundesliga zurückkehren zu wollen. Die Kieler haben zwölf Punkte und rückten auf Platz vier vor.

Beide Teams konnten den Respekt voreinander nicht verbergen. Die Hamburger als beste Offensivmannschaft der 2. Liga mit 15 erzielten Toren und die mit lediglich fünf Gegentoren stärkste Defensive der Liga aus Kiel neutralisierten sich lange. Der Spielaufbau insbesondere beim HSV stockte in der ersten Halbzeit. Der Ball wurde mehr in die Breite gespielt als nach vorn. Die Kieler deckten die Räume geschickt, da fehlten dem Tabellenführer die Ideen.

„Aggressiv und unangenehm“ hatte Holstein-Trainer Ole Werner das Konzept seiner Mannschaft angekündigt. Das war sie auch, allerdings suchte sie nur selten den Weg in die Offensive. Auch der HSV hatte nur wenige Tormöglichkeiten. Dann ging der Favorit mit einem Kopfball von Heyer in Führung. Der mit dem Rücken zum Tor stehende Dudziak hatte den Ball zuvor sehenswert mit dem rechten Oberschenkel angenommen und volley mit links auf Heyer weitergeleitet.

„In der zweiten Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt. Da haben wir losgelegt wie die Feuerwehr“, sagte der Kieler Kapitän Hauke Wahl. Nach dem Seitenwechsel suchten die Kieler tatsächlich häufiger die Offensive und setzten die bislang kaum geprüfte HSV-Abwehr unter Druck. Aber erst in der Nachspielzeit, als alle Beobachter mit dem Hamburger Sieg angefreundet hatten, schlugen die Gastgeber zu.

Mit dpa

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