Holstein Kiel feiert ersten Saisonsieg mit 3:0 gegen Erzgebirge Aue

Kiels Jann-Fiete Arp (2.v.r.) spielt den Ball vor Aues Clemens Fandrich und Aues Babacar Gueye. Foto: Frank Molter/dpa

Mit dem überzeugenden 3:0 über Erzgebirge Aue verlässt Holstein Kiel den letzten Tabellenplatz. Trainer Ole Werner lobt die Effektivität seiner Mannschaft, die er bis Dienstag aber dennoch verstärken will.

Der Jubel war groß, die Erleichterung noch größer. Mit dem 3:0 gegen den FC Erzgebirge Aue feierte Holstein Kiel am fünften Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga den ersten Saisonsieg und verließ die Abstiegsplätze. „Das ist geil“, sagte Torschütze Jann-Fiete Arp am Samstag, nachdem er und die Mannschaft gemeinsam mit einem Großteil der 3.848 Zuschauerinnen und Zuschauern den Heimsieg ausgiebig gefeiert hatten: „Jetzt vor der Länderspielpause ist der richtige Zeitpunkt, um die ersten drei Spiele vergessen zu machen.“

Gemeint hatte der 21-Jährige die Spiele beim FC St. Pauli sowie gegen Schalke 04 und Jahn Regensburg, die allesamt mit 0:3 verloren gegangen waren. Trainer Ole Werner stellt seitdem eine erfreuliche Entwicklung fest: „Vor zwei Wochen haben wir hier gestanden und gesagt, dass wir von der Art und Weise, wie wir arbeiten und auf dem Platz stehen, nicht für Punkte in Frage kommen. In den letzten zwei Wochen sind wir die Spiele dann anders angegangen.“

Was sich bereits in der Vorwoche beim 2:2 gegen Fortuna Düsseldorf angedeutet hatte, wurde nun mit dem Heimsieg gegen Aue fortgesetzt. Die Mannschaft verkörpert wieder eine Spielfreude, die an die erfolgreiche Vorsaison erinnert. Sinnbildlich dafür stand das grandiose 2:0 durch Arp, der sich am Strafraum gegen mehrere Auer durchsetzte und in die lange Ecke traf.

„Der Unterschied zu den Vorwochen war, dass wir effektiv waren“, sagte Werner. Auch die Verteidigung funktionierte erheblich besser. Nachdem es in den ersten vier Saisonspielen elf Gegentore gegeben hatte, spielten die Norddeutschen nun erstmals zu Null. „Wir waren in den Drangphasen immer am Gegner und bekamen immer noch einen Fuß vor den Ball“, lobte Werner den leidenschaftlichen Auftritt seiner Mannschaft.

Die Kieler können nun mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen. Das Wichtigste sei es allerdings laut Werner, die Zeit bis zum Auswärtsspiel am 11. September beim Karlsruher SC bestmöglich zu nutzen: „Das kann nur der Anfang gewesen sein. Wir müssen weiter hart arbeiten. Man sieht, wie eng die Liga ist. Man sieht auch nach wie vor, welche Dinge bei uns nicht funktionieren.“

Möglicherweise wird der Kader bis dahin noch einmal verstärkt. Bis Dienstag ist das Transferfenster noch geöffnet. Die „Bild“-Zeitung berichtete, dass Kiel ein Angebot für den Stürmer Daniel Keita-Ruel beim Ligakonkurrenten SV Sandhausen vorgelegt haben soll. Werner bestätigt zumindest, dass der Verein nach neuen Spielern Ausschau hält: „Wir müssen in unserer Situation immer Augen und Ohren offen halten. Wir sind bestrebt, dem Kader noch Qualität hinzuzufügen.“

dpa

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