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Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen. Am Montag haben die ersten 15 der insgesamt 29 Impfzentren in Schleswig-Holstein ihren Betrieb aufgenommen. Gesundheitsminister Heiner Garg und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer haben das Kieler Impfzentrum am Schwedenkai eröffnet.

Zunächst werden die Impfzentren zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet sein. Gesundheitsminister Garg bittet die Bürger:innen um Geduld: „Angesichts der derzeit noch sehr begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffs können auch innerhalb der ersten priorisierten Gruppe nicht alle Menschen sofort geimpft werden.“ Sobald mehr Impfstoff geliefert werden könne, würden weitere Impfzentren den Betrieb aufnehmen und auch die Öffnungszeiten ausgeweitet.

Wer darf sich alles impfen lassen?

Gemäß den Festlegungen der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums derzeit:

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen tätig sind,
  • Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer:innen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden,
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.

Welcher Impfstoff wird in Schleswig-Holstein geimpft?

Zunächst wird der voraussichtlich als erstes zugelassene Impfstoff von BioNTech/Pfizer geimpft werden. Weitere Firmen planen die Beantragung einer Zulassung, sodass zukünftig auch andere Impfstoffe geimpft werden, sobald diese verfügbar sind. Ob die Impfung anderer Impfstoffe auch über die Impfzentren oder aber die Hausärzt:innen erfolgen kann, hängt maßgeblich von den Anforderungen des Impfstoffes, z.B. an die Kühlung, ab. Dazu kann aktuell noch keine abschließende Bewertung gegeben werden.

Ist die Schutzimpfung freiwillig und wer zahlt sie?

Ja, die Impfung ist freiwillig und sie ist unabhängig von ihrem Versicherungsstatus kostenlos. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund.

Wie kann ich nun einen Termin vereinbaren?

In Schleswig-Holstein ist dies sowohl telefonisch unter 116 117 als auch online über www.impfen-sh.de möglich. Die Termine sind abhängig von den vorhandenen Impfstoffdosen und werden wochenweise vergeben. Sobald neue Impfstofflieferungen eintreffen, werden neue Terminkontingente freigeschaltet. Die ersten Termine sind bereits vergriffen, am Dienstag (5. Januar 2021) werden neue Termine verfügbar sein. Zudem werden Termine ausschließlich paarweise vergeben, da es wichtig ist, beide Impfungen zu machen. Das Robert-Koch-Institut teilt dazu mit: Für eine vollständige Immunisierung sind mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech zwei Impfstoffdosen im Abstand von 21 Tagen notwendig. Nach Auskunft des Impfstoffherstellers ist dabei der Abstand von 21 Tagen einzuhalten.

Welche Impfzentren sind denn geöffnet?

Aufgrund der zu Beginn begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffs sind seit Montag in Abstimmung mit den jeweiligen Kreisen/ kreisfreien Städten von den 29 Zentren in Schleswig-Holstein zunächst 15 Zentren an folgenden Standorten geöffnet:

  • Kiel
  • Flensburg
  • Neumünster
  • Lübeck
  • Heide (Kreis Dithmarschen)
  • Alt-Mölln (Kreis Lauenburg)
  • Husum (Kreis Nordfriesland)
  • Eutin (Kreis Ostholstein)
  • Prisdorf (Kreis Pinneberg)
  • Schönberg (Kreis Plön)
  • Gettorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde)
  • Kropp (Kreis Schleswig-Flensburg)
  • Kaltenkirchen (Kreis Segeberg)
  • Itzehoe (Kreis Steinburg)
  • Bad Oldesloe (Kreis Stormarn)

Kann ich bei der Terminanfrage irgendein Impfzentrum auswählen?

Ja. Den Standort können Sie als Schleswig-Holsteiner:in bei der Terminanfrage bzw. -buchung selbst auswählen. Bürger:innen aus Rendsburg-Eckernförde werden zum Beispiel auch das Impfzentrum in Kiel nutzen können. Weiterhin wird es für Bürger:innen aus Schleswig-Holstein möglich sein, sich in Hamburg impfen zu lassen – und Hamburger:innen können sich auch in Schleswig-Holstein impfen lassen.

Welche Unterlagen benötige ich für den Termin im Impfzentrum?

Die Anmeldeunterlagen aus der Online-Anmeldung, einen gültigen Personalausweis, gegebenenfalls berufliche Tätigkeit über Bescheinigung des Arbeitsgebers oder ärztlicher Überweisungsschein/ ärztliches Attest bei Vorerkrankungen sowie den Impfpass zur Dokumentation der Impfung.

Wo erhalte ich die beruflichen Nachweise?

Bitten Sie Ihre:n Arbeitgeber:in um eine schriftliche Bestätigung. Alternativ finden Sie auf www.schleswig-holstein.de/coronavirus-impfung ein Formular zum Ausdrucken, lassen Sie dies bitte durch Ihre:n Arbeitgeber:in ausfüllen.

Ich bin im medizinischen Bereich tätig und möchte gerne beim Impfdienst unterstützen. Wo kann ich mich bewerben?

Auf der Website der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) finden Sie Informationen und eine Anmeldemöglichkeit für die freiwillige Unterstützung in den Impfzentren oder in den mobilen Teams.

SAT.1 REGIONAL hat zudem mit Gesundheitsminister Heiner Garg über den Start der Impfzentren gesprochen.

Hier sehen Sie das Video-Interview in voller Länge:

 

Weiterführende Informationen:

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