Hamburgerin tätowiert Fahrrad – warum?

„Fiete“ ist das erste tätowierte Fahrrad der Welt. Rahmen und Komponenten des Drahtesels sind mit Leder ummantelt, das diverse Tattoos ziert. Doch warum das Ganze?

Den Sattel von „Fiete“ zieren viele Tätowierungen. Foto: Jung von Matt/SPORTS

Im Juni 2016 hat die Stadt Hamburg mit dem „Bündnis für den Radverkehr“ sich selbst das Ziel gesteckt, den Radverkehr zu verbessern und so eine fahrradfreundlichere Stadt zu werden. Unter dem Motto „Fahr ein schöneres Hamburg“ soll der Stellenwert des Radfahrens innerhalb des städtischen Mobilitätsmixes und die Bereitschaft für das Radfahren gesteigert werden. „Fiete“ soll diese Kampagne greifbar machen und sie auf die Straße bringen. Weitere Räder nach diesem Vorbild sind geplant. „Das erste Fiete ist ein echtes Hamburger Original und repräsentiert den Stadtteil St. Pauli, der mit seinen Geschichten, Ecken und Kanten seinen ganz eigenen Charakter hat“, so Michael Otremba, Geschäftsführer Hamburg Marketing GmbH.

Von Reeperbahn bis zum Hafen alles dabei

Tätowiererin Catharina Pomorin aus der Ältesten Tätowierstube in Deutschland vom Hamburger Berg hat Nadel und Tinte auf dem Lederbezug angesetzt und eine Karte von St. Pauli auf Rahmen und Komponenten verewigt. Von Reeperbahn über Hafen, Landungsbrücken, Dom bis hin zu Feldstraße ist alles zu sehen – quasi als Inspiration für die nächste Radtour.

Foto: Jung von Matt/SPORTS

„Als ich gefragt wurde, ob ich an dem Projekt teilnehmen wolle, war ich von Anfang an begeistert und wollte meinen Beitrag für ein fahrradfreundlicheres Hamburg leisten. Da ich noch nie etwas anderes als Haut tätowiert habe, musste ich die spannende Herausforderung, Leder zu tätowieren, unbedingt annehmen“, so Pomorin.

„Fiete“ hautnah erleben

Wer Lust hat, sich „Fiete“ nun einmal hautnah anzusehen: Vom 4. bis 7. Juli 2019 steht es im Millerntor-Stadion. Dort findet zurzeit wieder das internationalen Kunst-, Musik- und Kulturfestival „Millerntor Gallery“ statt. Es sollen aber auch noch viele weitere Stationen folgen, bei denen das Tattoo-Fiete angeschaut werden kann.

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