Hamburger Olympiastützpunkt-Leiterin: Corona-Zwangspause belastet Sportler

Nach der Schließung des Olympiastützpunkts Hamburg/Schleswig-Holstein zur Eindämmung des Coronavirus herrscht nach Auskunft von Leiterin Ingrid Unkelbach große Unsicherheit unter den Olympia-Kandidatinnen und -Kandidaten. „Wenn sie sechs Wochen lang nicht trainieren, brauchen wir sie nicht mehr zu entsenden“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Antrag auf Sondergenehmigung eingereicht

Unkelbach hat daher einen Antrag auf eine Sondergenehmigung gestellt, damit die Athletinnen und Athleten wieder ihr Training für die Olympischen Spiele im Sommer in Tokio aufnehmen können. Betroffen von der Schließung in Hamburg sind unter anderen zehn Beachvolleyballer, 15 Hockeyspieler und fünf Schwimmer, dazu kommen einige weitere potenzielle Olympia-Starter aus anderen Sportarten. Die schleswig-holsteinische Außenstelle Ratzeburg (Rudern) ist indes noch in Betrieb, die Möglichkeiten in Kiel (Segeln) sind hingegen massiv eingeschränkt.

Die Behörden in Hamburg hatten am Sonntag mitgeteilt, dass wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 30. April unter anderen alle Sportstätten gesperrt sind.

 

2020 – Olympische Spiele in Tokyo Foto: Pixabay

Neben der Trainings-Zwangspause werden die Sportlerinnen und Sportler laut Unkelbach zudem durch die Ungewissheit belastet, ob die Olympischen Spiele überhaupt im Juli und August stattfinden. Auch sind ihnen durch Absagen von Wettkämpfen die Qualifikations-Möglichkeiten weggefallen. „Einige stellen sich schon die Frage: Wofür trainiere ich eigentlich?“, sagte die OSP-Leiterin. Es wäre für die Athletinnen und Athleten sinnvoller, wenn eine klare Entscheidung fallen würde. „Das ist besser als die Hängepartie.“

mit dapa

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