Hamburg hält sich Verlängerung der Luca-App noch offen

Das Symbol der Luca-App ist auf einem Smartphone zu sehen. Foto: Christoph Soeder/dpa

Die Hansestadt Hamburg als Vielnutzerin der Luca-App und Heimat des ersten Luca-Repräsentanten Smudo von den Fantastischen Vier hält sich eine Entscheidung zur Verlängerung der Lizenz noch offen. „Eine Entscheidung muss bis Ende Februar fallen“, sagte ein Sprecher der Finanzbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Die Luca-App soll Restaurantbesitzer:innen und Event-Veranstalter:innen helfen, die gesetzlich vorgeschriebene Erfassung der Kontakte der Besucher:innen ohne Zettelwirtschaft zu erledigen.

Die Anwendung ist seit Monaten Gegenstand einer öffentlichen Kontroverse. Zuletzt entzündete sich die Kritik an einem Vorfall in Mainz. Dort hatte die Polizei gemeinsam mit dem Gesundheitsamt bei der Suche nach Zeuginnen und Zeugen eines tödlichen Sturzes in einer Gaststätte auf Daten aus der Luca-App zurückgegriffen. Danach hatten einzelne Politiker:innen öffentlich dazu aufgerufen, die Luca-App von den mobilen Telefonen zu löschen und die Bundesländer aufgefordert, auslaufende Verträge mit dem Anbieter nicht zu verlängern.

Der in Hamburg lebende Rapper Smudo hat die Luca-App gegen Vorwürfe von Netzpolitikern der Grünen und der FDP verteidigt. Für deren Aufruf, die App zu deinstallieren, habe er kein Verständnis, sagte Smudo der „Bild“. Er hat die App mitentwickelt, um seiner Band und anderen Künstler:innen in der Corona-Pandemie wieder Auftritte zu ermöglichen. Der Sänger ist an der Betreibergesellschaft der Luca-App wirtschaftlich beteiligt.

Mit dpa

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