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Seit Beginn der Corona-Pandemie warnen Expert:innen schon, dass die Gewalt gegen Frauen in Partnerschaften zunehmen wird. Inzwischen bestätigen das die Zahlen: Die Polizeistatistik meldet für 2020 neun Prozent mehr Partnerschaftsdelikte gegenüber dem Vorjahr. Mehr als 78 Prozent der Opfer sind Frauen. Für sie sind die letzte Rettung häufig nur noch die Frauenhäuser, allerdings hat Hamburg gerade einmal 226 Schutzplätze. Und das ist viel zu wenig, wie Anika Ziemba, Sprecherin der Frauenhäuser, bestätigt.

Notruf: 040 / 8000 4 1000

Hilfesuchende können auch eine E-Mail schreiben: schutz@24-7-frauenhaeuser-hh.de

Gebärdende Frauen können sich über das Hilfetelefon gegen Gewalt melden. Dieses bietet rund um die Uhr Beratung in Gebärdensprache an und kann den Kontakt zur Notaufnahme der Hamburger Frauenhäuser herstellen.

Notaufnahme der Hamburger Frauenhäuser „24/7“

Die Notaufnahme ist Tag und Nacht erreichbar und nimmt weiterhin alle von Gewalt betroffenen Frauen auf, egal ob sie trans sind, wie ihr Körper aussieht oder was in ihren Papieren steht. Für Corona-Infizierte und Verdachtsfälle wird eine Lösung zu ihrem eigenen Schutz und dem Schutz der anderen Frauen und Kinder gefunden. Die Notaufnahme ist ein Schutzraum und die Adresse ist geheim. Sie ist kostenfrei und Frauen können dort zur Ruhe kommen und die nächsten Schritte überlegen. Von der Notaufnahme können sie direkt in ein Frauenhaus gehen.

In gefährlichen Situationen immer die 110 wählen

Wenn eine Frau mit der „24/7“ telefoniert hat, kann ein Treffpunkt vereinbart werden. Von dort wird sie (mit ihren Kindern gegebenenfalls) von Mitarbeiterinnen abgeholt. Wichtig ist, dass Frauen sich und ihre Kinder schützen. In gefährlichen Situationen sollte daher immer die Polizei unter der 110 alarmiert werden. Die Polizei kann die Frau (samt Kindern) dann auch zum abgemachten Treffpunkt begleiten.

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