Großeinsatz in Bardowick: Mehr als 80 Aktivisten fahren ohne Fahrschein

Polizei-Sirene mit Blaulicht. Foto: dpa

Mehr als 80 Aktivisten einer kurdischen Jugendbewegung sollen in einem Zug von Lüneburg Richtung Hamburg ohne Fahrschein Zug gefahren sein. Weiterhin sollen die Reisenden die Zugbegleiterin angefeindet haben und es kam zu Pöbeleien gegenüber der Mitarbeiterin. Daraufhin soll der Zug in Bardowick gestoppt worden. Die Polizei rückte mit 200 Beamten an. Die Verdächtigen seien „uneinsichtig“ gewesen und hätten Beamt*innen getreten und geschlagen. Einige Beamt*innen sollen leichte Verletzungen erlitten haben. Die Polizei setzte nach eigenen Angaben Pfefferspray und „unmittelbaren Zwang“ ein. Mehrere Beamt*innen seien leicht verletzt worden. Ob es auch unter den Verdächtigen Verletzungen gab, teilte die Polizei bislang nicht mit.

Verfahren wegen Körperverletzung

Bei mehr als 80 Menschen sei die Identität festgestellt worden, hieß es weiter. Sie erwarte „ein Strafverfahren wegen Erschleichen von Leistungen“. Des Weiteren wurden mehrere Strafverfahren wegen Körperverletzung/ Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Darüber hinaus ergab die Überprüfung der Personalien, dass sich etwa ein Dutzend der Reisenden unerlaubt in Deutschland aufhält (Verstoß gegen das Ausländergesetz), darunter auch drei Jugendliche.

Bei den Reisenden handelte es sich um Teilnehmer einer vorherigen Demonstration der kurdischen Jugendbewegung, die bereits seit dem 5. September 2020 verschiedenste Demonstrationen in Hannover und den Landkreisen Celle, Uelzen, Lüneburg und Harburg durchgeführt hat. Nach zwei Übernachtungen in einem Camp in Lüneburg waren die Personen auf dem Weg über Winsen/Luhe nach Hamburg.

 

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