Greta Thunberg: Die Erfolgsgeschichte einer jungen Klimaaktivistin

Sie spricht vor Menschenmassen, segelt um die Welt und polarisiert. Ein Jahr nach Beginn der Schulstreiks kann die Öffentlichkeit nicht von Greta Thunberg lassen. Wir zeigen Ihnen im Zeitstrahl zusammengefasst, wie es zu den Klimaprotesten kam und Greta zur Ikone einer ganzen Bewegung wurde.

 

Greta Thunberg – verehrt und verflucht

Für die einen ist Greta Thunberg Stargesicht und Prophetin, für die anderen eine Ideologin, die in den sozialen Medien diskutiert und kritisiert wird. Am Anfang wurde viel spekuliert über das Mädchen, das so ernst guckt und für eine bessere Welt kämpft. Aber anstatt irgendetwas zu verheimlichen, wählte Greta einen anderer Weg. Den der Offensive. Aus ihrer Betroffenheit vom Asperger-Syndrom machte sie kein Geheimnis und erwähnt dieses sogar in ihrem Twitter-Profil.

Während zahlreiche Schülerinnen und Schüler die 16-jährige Aktivistin für ihren Mut verehren, erhält sie auch viel Gegenwind. Im Netz wird gegen die Schülerin gehetzt, besonders von rechtspopulistischen Parteien, die den Klimawandel leugnen. Aber auch von konservativer Seite kommt Kritik. So machten sich einige Politiker aus Deutschland darüber lustig, dass ein 16-jähriges Mädchen nicht in der Lage sei, die Zusammenhänge überhaupt zu verstehen.

Zum Jahrestag der „Fridays For Future“ bringt die aktuelle Aktion Thunbergs die Meinungen zum Kippen: Die Schwedin reist seit vergangenem Mittwoch quer über den Atlantik, um in New York am Klimagipfel der Vereinten Nationen und danach an der Weltklimakonferenz in Chile teilzunehmen.  Während ihres klimaneutralen Segeltörns stellte sich jedoch heraus, dass die Logistik mehr Transatlantik-Flüge nötig macht, als die je zwei Hin- und Rückreisen für sich und ihren Vater. Seitdem sie ihren Segeltörn angetreten hat, weht ihr daher oft ein gar nicht mehr so angenehmer Wind entgegen.

Mit ihrer Initialzündung zu den Schülerprotesten hat Greta Thunberg bewirkt, was vielen Wissenschaftlern und zahlreichen Klimagipfel bisher nicht gelang: In der öffentlichen Debatte steht das Thema Klimaschutz seit Monaten ganz oben auf der Agenda. Nicht nur Greta-Anhänger hinterfragen nun die politische Entscheidungen, probieren aus oder ändern ihr Verhalten.

Die „Fridays for Future“-Bewegung plant währenddessen den nächsten großen Streik: Am 20. September, kurz vor Beginn des Klimagipfels in New York, soll es wieder einen internationalen Protesttag geben. Hier sollen die Schülerinnen und Schüler weltweit auf die Straßen gehen und ihre Schilder für den Klimaprotest heben.

Marit Langschwager

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