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Der angekündigte Jobabbau bei Enercon ist ein Schlag für die Belegschaft und die Wirtschaftsregion Ostfriesland. Ministerpräsident Stephan Weil hat sich heute Vormittag zum Gespräch mit dem Enercon Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig getroffen.

Von links: Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann, Enercon Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig, Ministerpräsident Stephan Weil, Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann.

Mit dabei waren Wirtschaftsminister Bernd Althusmann sowie der Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, Armin Willingmann. Es ging um die Frage, wie man möglichst viele Arbeitsplätze beim Windkraftanlagenhersteller erhalten könnte, denn alleine in Aurich stehen 1.500 Stellen auf dem Spiel. Aber auch über die schwierige Lage der Windenergiebranche insgesamt wurde gesprochen, über notwendige Schritte zur Veränderung der Rahmenbedingungen.

Wie geht es jetzt weiter?

Zunächst einmal stehen Gespräche an. Nach dem Krisentreffen reist Wirtschaftsminister Althusmann noch heute nach Aurich, wo Enercon seinen Sitz hat. Dort will er sich mit dem Landrat und der IG Metall beraten. Stephan Weil wird laut Staatskanzlei am Samstag mit Energieminister Olaf Lies (SPD) nach Aurich fahren, um mit Arbeitnehmervertretern zu sprechen.

Olaf Lies hat zudem einen Sechs-Punkte-Plan vorgeschlagen: Demnach sollen jedes Jahr Windenergieanlagen an Land mit einer Gesamtleistung von fünf Gigawatt gebaut werden. Daneben bringt er unter anderem Staatsbürgschaften für kriselnde Unternehmen der Branche ins Spiel. Auch Regeln zur Flugsicherheit müssten geändert werden, fordert Lies: Statt wie bisher 15 Kilometer Abstand zu sogenannten Drehfunkfeuern einhalten zu müssen, reichten auch die in anderen Ländern üblichen 10 Kilometer.

Windkraftanlagenbauer Enercon: Reaktionen auf geplanten Stellenabbau in Aurich

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