Im Prozess um den Millionenraub aus einem Geldtransporter gab es am Dienstag vor dem Kieler Landgericht eine überraschende Wendung. Der Fahrer und sein mitangeklagter Helfer legten ein umfassendes Geständnis ab. Den bislang als Zeugen geladenen Beifahrer des Geldtransporters belastete der Hauptangeklagte als Mittäter. Laut dem Geständnis habe der Fahrer bei einem Stopp auf einem Parkplatz bei Kirchbarkau drei Geldkassetten mit insgesamt 2,4 Millionen Euro aus dem Wagen genommen und sie seinem Komplizen übergeben, der sich mit der Beute nach Hamburg absetzte. Die beiden Angeklagten sitzen seit März in Untersuchungshaft. Die Polizei hatte die beiden nach wochenlanger Observation festgenommen und in präparierten Autos den Großteil des geraubten Geldes gefunden. Der Prozess wurde am Nachmittag mit der Anhörung des Beifahrers fortgesetzt.

Zur Startseite