Gefesselte Frau in Lübeck: Handelt es sich um einen Serientäter?

Im Fall der 20-jährigen gefesselten und geknebelten Studentin, die am 12. Oktober in der Feldmark kurz vor der Autobahnzufahrt Mönkhagen/Autobahn 20 gefunden wurde, konnte nun ein Tatverdächtiger ermittelt werden. Dabei handelt es sich um einen 43-jährigen türkischstämmigen Mann, der seit 2009 in Lübeck lebt und nur gebrochen Deutsch spricht. Er wurde am vergangenen Freitag (1. November) im Bereich der Lübecker Lohmühle vorläufig festgenommen. Ein durchgeführter DNA-Abgleich an Bekleidungsgegenständen und dem Knebel führten zu einer Übereinstimmung. Zwischenzeitlich wurde der Mann einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Mutmaßliches Tatfahrzeug sichergestellt

Auch das mutmaßliche Tatfahrzeug, ein älterer weißer Lkw Ford-Transit mit Hochdach, konnte sichergestellt werden. Nach bisherigen Erkenntnissen hat der Tatverdächtige dieses Fahrzeug in der Tatnacht besessen. Der 43-Jährige verfügte als Fahrer über dieses und weitere Transportfahrzeuge (gelbfarbener Fiat Doblo sowie ein weißer Iveco Transporter) im Rahmen einer Aushilfstätigkeit für ein in Lübeck ansässiges Unternehmen.

Noch ein zweiter Fall bekannt geworden

Die Ermittlung haben auch zu einem zweiten Fall geführt. Der Mann steht im Verdacht, bereits am 26. September 2019 gegen 5 Uhr eine 25-jährige Lübeckerin auf ihrem Nachhauseweg von einer Veranstaltung auf der Wallhalbinsel im Bereich des Bahnweges/Katharinenstraße angegriffen und in eine dort gelegene Kleingartenparzelle verschleppt zu haben. Die junge Frau konnte sich jedoch aus der Gewalt des Tatverdächtigen befreien und entkommen. Da zunächst keine Hinweise auf ein versuchtes Sexualdelikt vorlagen, wurde der Sachverhalt zunächst als Freiheitsberaubung gewertet.

Gibt es noch mehr Fälle?

Die Ermittlungsgruppe fragt nun, ob in der Vergangenheit noch weitere Frauen von dem Tatverdächtigen im Bereich Wallhalbinsel und Marienbrücke sowie Katharinenstraße und Bahnweg angegriffen und/oder sexuell belästigt worden sind? Wer hierzu sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich an die Ermittlungsgruppe „Werft“ unter der Rufnummer 0451/13 10 zu wenden.

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