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Bremen hat am Dienstag entschieden, dass Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern erst einmal bis zum 26. März abgesagt werden müssen. Zwar gibt es bislang in Bremen und Bremerhaven erst fünf infizierte Fälle, aber die Infektionsgeschwindigkeit soll so verringert werden. Und auch im Weserstadion sollen am kommenden Montagabend die Ränge vorerst leer bleiben, denn auch für den Fußball gilt natürlich die Verfügung der Landesregierung. Die Alternative zu Geisterspielen: Alle Bundesligaspiele werden in Zeiten von Corona generell verlegt – wenn sich die Deutsche Fußball Liga dazu durchringen kann.

Das Land Niedersachsen hat sich noch nicht zu einem generellen Verbot von Großveranstaltungen durchringen können, dort wird noch von Fall zu Fall entschieden. Die Region Hannover hat am Dienstag immerhin ein Verbot erlassen und auch die Stadt Wolfsburg: Das Europa League-Spiel Wolfsburg gegen Donezk am Donnerstag wird als Geisterspiel ohne Zuschauer stattfinden.

Bremens Innensenator will über Spielabsagen diskutieren  

Auf einer Pressekonferenz am Dienstag hat Bremens Innensenator Ulrich Mäurer das Problem erklärt, das aus seiner Sicht durch Geisterspiele, also Zuschauerausschluss, entstehe: „Die Familien werden sicherlich am Montag nicht zum Stadion kommen. Aber es gibt einen Teil der Fan-Szene, von dem erwarte ich, dass er kommen wird.“ Um diesen Teil müsse sich dann doch die Polizei kümmern. Veranstaltungen mit 250 Personen sind ab Donnerstag anmelde- und genehmigungspflichtig. Das bedeutet, dass die Polizei Fan-Ansammlungen vor dem Stadion nicht zulassen würde.

Weiter erklärte Mäurer: „Wir treffen keine Entscheidung im luftleeren Raum, sondern stehen in ständigem Kontakt zu Werder Bremen und werden uns jetzt zusammensetzen, um gemeinsam mit der Polizei das Vorgehen zu besprechen. Noch haben wir keine Erfahrungen, was uns vor dem Stadion erwarten könnte. Wir müssen aber Polizeikräfte zur Verfügung stellen.“ Auch die Möglichkeit einer Spielabsage werde Mäurer mit Werder Bremen diskutieren.

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