„Gegen den Rechtsruck“: 16.500 Menschen bei Demonstration in Bremen

Wie schon vor zwei Wochen haben in Bremen abermalig Tausende gegen rechts demonstriert. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl zeitweise auf etwa 16.500. Die Veranstalter sprachen von 25.000 Menschen, wie ein dpa-Reporter vom Ort des Geschehens berichtete. Der Zugang zum Veranstaltungsort Domshof in der Innenstadt musste zeitweise gesperrt werden. Organisiert wurde die Kundgebung von einem neuen Zusammenschluss linker und antifaschistischer Gruppen namens „Bremer Bündnis gegen Rechts“. Zu der Kundgebung aufgerufen hatte auch die Linke. An der zurückliegenden Demonstration am 21. Januar in Bremen hatten sich nach Polizeischätzung bis zu 45.000 Menschen beteiligt.

Zahlreiche Teilnehmer einer Demonstration gegen Rechtsextremismus und die AfD ziehen durch die Innenstadt. Foto: Focke Strangmann/dpa

Auslöser der Proteste war ein Bericht des Medienhauses Correctiv über ein Treffen radikaler Rechter am 25. November in Potsdam, an dem auch AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion teilgenommen hatten. Der frühere Kopf der Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass er bei dem Treffen über „Remigration“ gesprochen hat. Wenn Rechtsextremisten diesen Begriff verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll – auch unter Zwang. Laut Correctiv-Recherche nannte Sellner in Potsdam drei Zielgruppen: Asylbewerber, Ausländer mit Bleiberecht – und „nicht assimilierte Staatsbürger“.

SAT.1 REGIONAL/dpa

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