Gaunerzinken entdeckt: So verhalten Sie sich richtig

Foto: wikipedia/Symbol

In Messenkamp im Landkreis Schaumburg sind sogenannte Gaunerzinken entdeckt worden. Die Symbole wurden auf das Pflaster vor dem Haus beziehungsweise vor dem Grundstück aufgetragen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Gaunerzinken gelten als uraltes Kommunikationsmittel, die es etwa seit dem 12. Jahrhundert gibt und mit dem einst Hausierer und Bettler markierten, wo es Beute zu holen gab.

Auch heute kennzeichnen Einbrecherbanden beziehungsweise ihre Auskundschafter mithilfe der Symbole und Codes, wo es besonders leicht ist, einzusteigen. Eine waagerechte Linie mit zwei Strichen soll beispielsweise heißen, dass in einem Haus alte Menschen wohnen – die waagerechte Linie mit nur einem Strich hingegen soll bedeuten, dass es sich um eine alleinstehende Person handelt. Mit einem Kreuz, das auf einem kleinen Hügel steht, kennzeichnen die Einbrecher, dass kein Mann im Haus wohnt und mit einer Zickzacklinie, dass es einen bissigen Hund gibt. Auch Buchstaben werden eingesetzt: T, M und N beispielsweise. Sie verraten, ob Diebe eher tagsüber, morgens oder nachts Erfolg haben. Ein X heißt in der Regel: Hier gibt es was zu holen. Es kann aber auch heißen, dass Betteln verboten ist. Wenn man die Kritzeleien – beispielsweise an Haustüren, Briefkästen, Zäunen oder Türzargen – entdeckt, sollte man ein Foto davon machen, die Polizei informieren und anschließend die Zeichen entfernen. Weiterhin sollten die Nachbarn informiert werden.

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Aber nicht nur mit dieser Art Geheimsprache werden Häuser und Wohnungen ausgekundschaftet. Wer eingeklemmte Papier- oder Plastikstreifen in seiner Haustür entdeckt, sollte ebenfalls wachsam sein. Dann wurde die Tür offensichtlich markiert, um zu checken, ob sie regelmäßig geöffnet wird oder die Bewohner vielleicht zurzeit im Urlaub sind.

Unabhängig davon rät die Polizei generell, Fenster und Türen gegen Einbruch zu sichern sowie wachsam zu sein. Eine Beratung bezüglich Einbruchschutz kann bei jeder Polizeidienststelle erfragt werden.

> Weitere nützliche Tipps zum Einbruchschutz unter www.k-einbruch.de

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