„Fridays for Future“-Schriftzug auf Mönckebergstraße bleibt bis Mitte August

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann überreicht die Genehmigung zur Verlängerung des Schriftzugs auf der Mönckebergstraß. Foto: Fridays for Future Hamburg

Seit dem 19. März ist der 60 Meter lange “Wir alle für 1,5 °C”-Schriftzug von „Fridays for Future“ schon auf der Hamburger Mönckebergstraße zu sehen. Jetzt steht fest: Er darf bis mindestens Mitte August bleiben. Sonst hätte er am heutigen Montag, wie ursprünglich genehmigt, wieder entfernt werden müssen.

Auf die Verlängerung haben sich die FFF-Klimaaktivistinnen und -aktivisten, die zuständigen Behörden sowie das Bezirksamt Mitte in Gesprächen geeinigt. Zuletzt hatten namhafte Persönlichkeiten der Stadt, darunter die Hamburger Ehrenbürger:innen Prof. Dr. Michael Otto und Kirsten Boie, für einen Verbleib des Schriftzuges geworben und von der Hansestadt eine Vorreiterrolle im Kampf gegen die Klimakrise eingefordert. Auch an den Schriftzug angrenzende Örtlichkeiten wie die Hauptkirche St. Petri und Galeria Karstadt Kaufhof machten sich für einen Erhalt der Worte in der Innenstadt stark. 

„Längerfristige und eindrückliche Mahnung“

„Hamburg hat jetzt eine längerfristige und eindrückliche Mahnung, die uns täglich an den Kampf gegen die Klimakrise erinnert“, so Florian König, Sprecher von Fridays for Future Hamburg. „Die Worte in der Mönckebergstraße passen zu unserer Stadt als Tor zur Welt und zur Vorreiterrolle in der Klimapolitik, die wir anstreben“, sagt Schriftstellerin und Ehrenbürgerin Kirsten Boie.

FFF will Schriftzug noch farblich auffrischen

Mit den Worten “Wir alle für 1,5 °C” möchte Fridays for Future alle Menschen in Hamburg an die Klimakrise und das Pariser Abkommen erinnern und zugleich zu konsequentem Handeln motivieren. So habe die Hamburger Politik bisher keinen ausreichenden Plan vorgelegt, wie die zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze notwendige Klimaneutralität bis 2035 erreicht werden soll. Damit die darauf abzielende Botschaft in der Mönckebergstraße auch über den Sommer gut lesbar ist, werden die Klimaaktivistinnen und -aktivisten den Schriftzug zeitnah farblich auffrischen und so für den längerfristigen Verbleib absichern. Eine solche – aus der Zivilgesellschaft initiierte – beständige Mahnung für Klimaschutz, die sogar aus den Fenstern des Rathauses sichtbar ist, gilt laut FFF deutschlandweit als einmalig.

Den Worten müssen Taten folgen“

Der Schriftzug dürfe laut FFF jetzt nicht bloß ein buntes Symbol bleiben. Den Worten müssen Taten folgen. Der Senat muss zügig die Maßnahmen des Klimaplans nachschärfen und eine tatsächlich 1,5-Grad-konforme Klimapolitik umsetzen“, fordert Annika Rittmann, Sprecherin von Fridays for Future Hamburg. Dazu gehöre mitunter die schnelle Berechnung und Festsetzung eines gerechten CO2-Budgets, das die für die Stadt Hamburg noch zulässigen Rest-Emissionen festhält. „Auch muss die Hamburger Politik eigentlich längst vorgesehene Klima-Vetos, die schädliche Vorhaben stoppen sollen, endlich umsetzen und das Pariser Abkommen so strikt absichern.“

Klimaaktivistinnen und -aktivisten von „Fridays for Future“ Hamburg auf der Mönckebergstraße. Foto: Fridays for Future Hamburg
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