Freispruch im Prozess nach tödlichem Kutschenunfall am Friedhof Ohlsdorf

Fast zwei Jahre nach einem tödlichen Kutschenunfall auf dem Ohlsdorfer Friedhof hat das Amtsgericht Hamburg die ehemalige Inhaberin des Pferdedroschkenbetriebs freigesprochen. Die 56 Jahre alte Angeklagte habe ihre Sorgfaltspflicht nicht verletzt und sich somit auch nicht der fahrlässigen Tötung oder der fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht, sagte Richter Björn Jönsson am Mittwoch. „Es war eine Tragödie.“

Der Ohlsdorfer Friedhof ist der grösste Friedhof der Welt. Foto: Jerzy / pixelio.de

Die Angeklagte hatte seit 2017 Kutschfahrten über den 390 Hektar großen Parkfriedhof angeboten. Bei einem Halt vor einer zweiten Tour am 26. September 2018 waren die Pferde durchgegangen, als bereits zwei Fahrgäste in der Kutsche saßen und zwei weitere gerade auf dem Trittbrett standen. Die Pferde zogen das Gefährt auf die Cordesallee, die zentrale Verkehrsachse des Friedhofs, wo es mit einem Auto zusammenstieß.

Bei dem Unfall kippte die Kutsche um, zwei ältere Frauen wurden unter dem Wagen eingeklemmt. Eine 78-Jährige starb, eine 80-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt. Auch die beiden anderen Fahrgäste und der 50 Jahre alte Autofahrer erlitten Verletzungen. Eines der Pferde musste eingeschläfert werden.

Mit dpa

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