Freibäder, Hotels und Fitnessstudios: Neue Corona-Lockerungen für Niedersachsen und Bremen

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Es ist ein weiterer Schritte zurück zur Normalität: Die Menschen in Niedersachsen und Bremen können sich über weitere Corona-Lockerungen freuen.

Niedersachsen plant unter anderem, dass Restaurants von Montag an unter Einhaltung der Mindestabstände wieder mehr als die Hälfte der Plätze vergeben dürfen. Hotels sollen dann mit einer Auslastung von bis zu 60 Prozent öffnen können. Auch Sporthallen und Fitnessstudios dürfen ab 25. Mai 2020 wieder öffnen. Außerdem gibt es grünes Licht für Basketball-Bundesligisten, Frauen-Bundesliga, DFB-Pokal und 3. Fußball-Liga.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, äußert sich dazu wie folgt: „Nach der Öffnung der Sportanlagen im Freien folgen am Montag die Sporthallen. Natürlich mit Abstand und viel Disziplin bei den Hygienemaßnahmen. Viele Sportlerinnen und Sportler mussten bislang ausharren, weil ihre Sportart nur in der Halle stattfinden kann. Diese Zeiten sind nun erst einmal vorbei. Die Abstands- und Hygieneregeln sind auch in der Phase der Lockerungen das Gebot der Stunde, um sich vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen und um eine neuerliche Schließung zu verhindern. Diese Herausforderung werden auch die Fitnessstudios meistern müssen, die ebenfalls ab Montag ihre Türen für ihre Mitglieder wieder öffnen dürfen. Es war mir von Beginn an ein Anliegen, die Fitnessstudios bei den Lockerungen immer mit im Blick zu haben und auch hier die sportliche Betätigung wieder zu ermöglichen. Ein Großteil des Reha- und Gesundheitssports findet in den gewerblichen oder vereinseigenen Fitnessstudios statt.“

Unter folgenden Voraussetzungen soll die Sportausübung auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen wieder möglich sein:

– Die Sportausübung muss kontaktlos zwischen den beteiligten Personen erfolgen.
– Ein Abstand von mindestens 2 Metern muss eingehalten werden.
– Die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen müsen auch in Bezug auf gemeinsam genutzte Sportgeräte durchgeführt werden.
– Die Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume – ausgenommen Toiletten – müssen geschlossen bleiben
– Warteschlangen beim Zutritt zur Sportanlage sind zu vermeiden.
– Zuschauerinnen und Zuschauer sind nach wie vor ausgeschlossen.

Lockerungen stehen noch unter Vorbehalt

Die Staatskanzlei bestätigte die Pläne am Dienstag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Mit Blick auf das Infektionsgeschehen sind etwas größere Lockerungen angemessen“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Noch stehen die Lockerungen jedoch unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens und der Abstimmung mit den Ministerien und kommunalen Spitzenverbänden.

Neue Verordnung soll Freitag vorgestellt werden

Am Freitag soll die neue Corona-Verordnung veröffentlicht und vorgestellt werden, bevor sie am 25. Mai in Kraft tritt. Das Datum hatte die Landesregierung schon Anfang des Monats in ihrem Fünf-Stufen-Plan für die dritte Phase ins Visier genommen. Allerdings gibt es Änderungen: So war für die Hotels zunächst eine maximale Auslastung von 50 statt 60 Prozent im Gespräch gewesen sowie zusätzlich eine Wiederbelegungsfrist von sieben Tagen. Wirtschaftsminister Althusmann hatte jedoch angekündigt, sich für weniger Auflagen für die Tourismusbranche einzusetzen.

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Bars, Kneipen und Discos bleiben weiter zu

Einige Beschränkungen bleiben auch in der kommenden Woche bestehen. So gilt die siebentägige Belegungsfrist weiter für Ferienwohnungen. Außerdem sieht der Stufenplan kein Datum für die Öffnung von Bars, Kneipen und Discos vor. Indoor-Freizeiteinrichtungen wie Kinos sollen demnach noch bis zur noch nicht terminierten Stufe fünf geschlossen bleiben. Und auch eine schnelle Lockerung der Vorgabe, dass sich in der Öffentlichkeit die Angehörigen von höchstens zwei Haushalten treffen dürfen, zeichnete sich bisher nicht ab.

Eigene Phasenpläne für Schulen und Kitas

Für Schulen und Kindertagesstätten gelten darüber hinaus ohnehin eigene Phasenpläne. Am Montag kehren demnach die 11. Klassen zurück, Mitte Juni sollen alle Jahrgänge zurück im Unterricht sein. Eltern von Kita-Kindern müssen sich dagegen noch gedulden: Zwar wird die Notbetreuung schrittweise ausgeweitet, die Rückkehr zum Regelbetrieb ist allerdings erst für den 1. August geplant.

Mehr Zeit für Restaurantbesuche einplanen

Mit Blick auf das Wiederanfahren der Gastronomie rief die Gewerkschaft NGG die Gäste derweil auf, mehr Zeit als üblich mitzubringen. Der Restaurantbesuch werde wegen der Abstands- und Hygieneregeln ein anderer sein als sonst, sagte die Geschäftsführerin der NGG-Region Hannover, Lena Melcher. Für Wirte und Kellner zähle nach der langen Zwangspause jetzt allerdings „jedes getrunkene Bier“.

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Bremens Fitnessstudios öffnen wieder

Bremen will derweil ab Mitte nächste Woche unter Auflagen wieder Sport in Hallen und Fitnessstudios erlauben. Der Senat beschloss am Dienstag, dass dies ab Mittwoch (27. Mai) wieder möglich sein solle. Die Öffnung der ersten Freibäder soll demnach bei sommerlichem Wetter ab 1. Juni möglich sein, ab 15. Juni sollen dann die Freibäder bei Vorlage eines Hygienekonzeptes generell geöffnet werden.

Hallenbäder sollen erst später wieder aufmachen

„Viele Familien werden im Jahr Eins der Pandemie nicht in Urlaub fahren. Umso wichtiger ist es, dass Bremen eine möglichst große Zahl seiner Freizeiteinrichtungen nutzt. Die Freibäder spielen dabei eine zentrale Rolle“, begründete Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne) den Schritt. Hallenbäder sollen später öffnen, im Gespräch ist der 1. Juli.

> Antworten auf häufig gestellte Fragen auf niedersachsen.de

mit dpa

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