Im Prozess um den Mord an einer Frau aus Wulfsdorf im Kreis Ostholstein hat das Landgericht Lübeck am Montag lebenslange Haft für den Ehemann des Opfers verhängt. Der Mann muss nun für 15 Jahre hinter Gitter, nahm das Urteil aber ohne äußere Regung auf. Es ist zwar noch nicht rechtskräftig, das Gericht sah es aber als erwiesen an, dass der Mann vor knapp einem Jahr seine Frau getötet und die Leiche im Garten vergraben hat. Heimtückisch und aus niederen Beweggründen habe er seine 41 Jahre alte Frau im Schlaf erstickt, so der Richter. Der Täter habe die Mutter seines zehnjährigen Sohnes loswerden wollen, um ein neues Leben mit seiner Geliebten zu beginnen. Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Der Mord geschah in der Nacht vom 26. auf den 27. Dezember vergangenen Jahres. Der Ostholsteiner wickelte den leblosen Körper seiner Frau in Folie, die er mit Klebeband fixierte. Anschließend lagerte er die Tote in einem Gartenschuppen. Am selben Tag noch zog seine Geliebte bei ihm ein. Kurze Zeit später vergrub er den Leichnam der Ehefrau im Garten. Obwohl sich der 41-Jährige im Internet unter anderem über die Beseitigung von Leichen informiert hatte, sind seine Anwälte der Meinung, die Tat sei spontan erfolgt. Im Prozess hatte der Angeklagte geschwiegen, lediglich gegenüber einer psychiatrischen Gutachterin hatte er den Mord gestanden. Laut Gericht zeigte er kein Mitleid mit seiner Ehefrau. Er bedauere lediglich sich selbst, weil er nun nicht mehr in Freiheit leben könne. Der gemeinsame Sohn ist bei Verwandten untergebracht.

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