Frau aus dem Kreis Pinneberg aus der Türkei coronainfiziert zurückgekehrt

Eine Frau aus dem Kreis Pinneberg ist von einer Türkeireise coronainfiziert zurückgekehrt. Ob es sich um eine Urlauberin oder einen Familienbesuch gehandelt habe, konnte ein Sprecher des Kreises Pinneberg am Mittwoch zunächst nicht mitteilen. Die Frau befinde sich in Quarantäne, wie dies für Rückkehrer aus Risikogebieten vorgeschrieben sei – sofern sie keinen negativen Corona-Test gemacht haben. Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich zudem beim örtlichen Gesundheitsamt melden. Seit dem 1. Juli haben sich dem Sprecher zufolge beim Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg 234 Reiserückkehrer aus Risikogebieten gemeldet.

In Pinneberg wurde am Mittwoch zudem die Corona-Infektion eines Ehepaares bekannt. Hierbei handelt es sich nicht um Reiserückkehrer. Die Gesamtzahl aller bisher nachgewiesenen Infizierten im Kreis stieg damit auf 624. In den vergangenen sieben Tagen sind somit 15 neue Infektionen aufgetreten, die kritische Grenze für den Kreis Pinneberg für mögliche neue Corona-Beschränkungen liegt bei 157 Erkrankungen.

Die Gesundheitsminister der Bundesländer beschlossen unterdessen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz eine Empfehlung. Wer aus sogenannten Risikogebieten im Ausland einreist, soll künftig unmittelbar nach der Rückkehr auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an deutschen Flughäfen Teststellen eingerichtet werden.

Am morgigen Freitag wollen sich die Minister erneut zusammenschalten, um weitere Details zum Umgang mit Reiserückkehrern zu besprechen und ein Gesamtpaket dann auch zu beschließen. Eine Rolle dabei dürften Finanzierungsfragen spielen. Die Tests sollen verpflichtend sein.

mit dpa

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