Football: Kiel Baltic Hurricanes und Elmshorn Fighting Pirates verzichten auf GFL-Teilnahme

Fritz Waldvogel (l) von den Schwäbisch Hall Unicorns wird von Henner Clodius (M) von den Kiel Baltic Hurricanes angegriffen. Foto: Oliver Mehlis/dpa/Archiv

Die wegen der Corona-Pandemie vorerst in den Spätsommer und Herbst verschobene Saison der German Football League findet ohne die Kiel Baltic Hurricanes und Aufsteiger Elmshorn Fighting Pirates statt. Die Clubs teilten am Freitag mit, die vom American Football Verband Deutschland eingerichtete Exit-Option wahrzunehmen.

Ein neues Lizenzstatut und eine angepasste Bundesspielordnung sorgen für den rechtlichen Rahmen, in dem die GFL-Teams in diesem Ausnahmejahr entscheiden können, ob sie in 2020 an einen Spielbetrieb teilnehmen möchten oder nicht, ohne die sportliche Qualifikation für die GFL für 2021 zu verlieren. Am Freitag lief die Frist für die Entscheidung der Clubs aus.

„Vor dem Hintergrund der andauernden Pandemie und den damit verbundenen Verordnungen zu Hygieneauflagen, Abstandsregelungen und Begrenzung der Zuschauerzahl stellt ein etwaiger Spielbetrieb in diesem Jahr nicht bewertbare wirtschaftliche Risiken und nicht leistbare organisatorische Herausforderungen für den ASC Kiel dar“, erklärte Hurricanes-Vereinsvorstand Gunnar Peter. „Der Schutz der Gesundheit beteiligten Personen liegt in unserer Verantwortung. Ebenso wie der Schutz des Vereins an sich.“

Der Elmshorner Headcoach Jörn Maier sagte: „Natürlich sind wir enttäuscht. Wir hatten einen Kader zusammengestellt, der in der GFL 1 ein gewichtiges Wörtchen hätte mitreden können. Es ist schade, weil wir Elmshorn gern auf die Football-Landkarte gesetzt hätten.“

Die Entscheidung trafen die Verantwortlichen beider Clubs aber auch unter sportlichen Gesichtspunkten. Nach dem Lockdown Mitte März fand drei Monate lang kein Training statt. Zwar dürfen seit Juni wieder Athletikübungen durchgeführt werden, eine adäquate Vorbereitung für den ab September geplanten Spieltrieb ist beiden Clubs aber nicht möglich. „Meiner Meinung nach ist es überhaupt nicht sinnvoll, in dieser Kürze der Zeit Hochleistungssport zu betreiben“, sagte Maier. Er kritisierte zudem: „Nach wie vor gelten in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen, was erlaubt ist und was nicht.“

dpa

Mitteilung der Elmshorn Fighting Pirates

Mitteilung der Kiel Baltic Hurricanes

American Football Verband Deutschland

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