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Die Corona-Pandemie hat die Tourismusbranche kalt erwischt. Gebucht wird kaum noch, denn es ist einfach zu unsicher, wie es weitergeht. Die geschlossenen Grenzen sorgen für dicke Luft bei den Reiseunternehmern und auch der weltgrößte Tourismuskonzern TUI hat am Mittwoch einen Job-Kahlschlag verkündet. Tausende Jobs sollen gestrichen werden. Bis einschließlich 14. Juni hat TUI Deutschland zudem alle Reisen außerhalb Deutschlands abgesagt. Reisen innerhalb Deutschlands sind bis einschließlich 24. Mai ausgesetzt.

Foto: Pixabay

Pauschalreise wegen Corona storniert – was jetzt?

Sagt der Reiseveranstalter eine Pauschalreise ab, hat man Anspruch auf Erstattung der bisher geleisteten Zahlungen. Viele Anbieter wollen momentan aber lieber nicht das Geld auszahlen, sondern bieten Gutscheine an. Was sollten Sie als Kunde nun machen? Sie haben nun grundsätzlich zwei Möglichkeiten, wenn Ihnen der Reiseveranstalter einen Gutschein anbietet: Sie können aus Solidarität mit dem Reiseveranstalter oder der Airline den Gutschein akzeptieren oder Sie können trotzdem Ihr Geld zurückfordern.

➡️ Was Sie dabei beachten sollten und welche Risiken es auch gibt, wenn Sie den Gutschein akzeptieren, hat die Verbraucherzentrale noch einmal übersichtlich online aufgelistet!

➡️ Musterbrief der Verbraucherzentrale zu stornierten Pauschalreisen wegen der Corona-Pandemie

Foto: Pixabay

Flug wegen Corona annulliert – was jetzt?

Grundsätzlich gilt laut Verbraucherzentrale: „Sagt eine Fluglinie den Flug ab, hat man die Wahl zwischen der Erstattung des Flugpreises oder einer anderweitigen Beförderung zum Endziel unter vergleichbaren Reisebedingungen zu einem späteren Zeitpunkt.“ Eine Preiserstattung in Form eines Reisegutscheins ist nur zulässig, wenn Sie als Fluggast schriftlich eingewilligt haben. Auch in diesem Fall hat man als Betroffene*r also wieder die zwei Möglichkeiten, den Gutschein zu akzeptieren oder trotzdem sein Geld zurückzufordern.

➡️ Alle Informationen der Verbraucherzentrale zu abgesagten Flügen wegen Corona

➡️ Musterbrief der Verbraucherzentrale: Ansprüche wegen Annullierung eines Flugs

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„Zwangsgutscheine sind unfair: Schreiben Sie Ihren Abgeordneten!“

Um die Folgen der Corona-Krise für Unternehmen abzufedern, gibt es Pläne, dass Unternehmen ihren Kunden Kosten für ausgefallene Flüge und Reisen vorerst nicht erstatten müssen. Verbraucher sollen stattdessen Gutscheine akzeptieren, deren Wert sie sich erst nach Ende 2021 auszahlen lassen können. Das wird auch auf europäischer Ebene besprochen, weil hier Europarecht berührt wird. Solche Zwangsgutscheine hält die Verbraucherzentrale für eine unfaire Lösung. Verbraucher können und sollen gerne aus Solidarität Gutscheine akzeptieren. „Das muss aber auf freiwilliger Basis geschehen.“ Geltendes Verbraucherrecht dürfe nicht außer Kraft gesetzt werden. Wer selbst tätig werden möchten, kann daher seinem Abgeordneten im Bundestag bzw. dem Abgeordneten im Europäischen Parlament schreiben, um ihnen mitzuteilen, was man von diesen Plänen hält.

➡️ So gehen Sie vor, um Ihrem Abgeordneten im Bundestag und dem Europäischen Parlament zu schreiben!

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