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Am Kieler Theodor-Heuss-Ring ist am Mittwoch der Prototyp des sogenannten Stadtluftreinigers aufgestellt worden. Das Gerät soll in einer späteren Testphase die Schadstoffe der Dieselabgase aus der Luft filtern. In den kommenden Wochen wird der Stadtluftreiniger allerdings noch nicht in Betrieb gehen. Zuerst soll getestet werden, ob ein Aufstellen an der dicht befahrenen Straße überhaupt möglich ist.

Das Gerät sei laut Herstellerangaben nach einem einfachen Wirkprinzip aufgebaut: Die Luft werde direkt an der Straße entnommen, dort, wo Feinstaubpartikel und gasförmige Stoffe wie Stickoxide ausgestoßen werden. Die gereinigte Luft werde abgebremst und sauber zur Fußgängerseite hin wieder abgegeben. Der Prototyp soll zunächst bis zu zwei Wochen in Kiel stehen. Der Stadtluftreiniger reinigt je nach Bedarf pro Stunde bis zu 40.000 Kubikmeter Luft, was dem Volumen von 1.200 Schiffscontainern entspricht. Für den besonders betroffenen Bereich bräuchte man sechs solcher Geräte.

Laut Purevento soll der Stadtluftreiniger „nie lauter als der Straßenverkehr“ sein. Um eine optimale Energieeffizienz zu gewährleisten, soll ein intelligentes Steuerungssystem dafür sorgen, dass die Luft nur dann gereinigt wird, wenn die Schadstoffkonzentration eine vorgegebene Höhe überschreitet. Das Gerät soll auch im Volllastbereich den Straßenlärm nicht übertreffen. Im Basisbetrieb habe das Gerät etwa die Lautstärke eines Straßencafés.

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