FC St. Pauli kann nach 3:0 über Fürth aufatmen

Paulis Richard Neudecker (l) freut sich nach dem Abpfiff über den 3:0 Sieg. Foto: Daniel Reinhardt

Die Fans feierten, als sei der Verbleib der 2. Fußball-Bundesliga schon geschafft. Doch Trainer und Spieler des FC St. Pauli warnten. „Jetzt heißt es, sich eine Runde mit den Fans zu freuen, und dann beginnt die Vorbereitung auf die Partie gegen Bielefeld. Wir wollen genau so konzentriert und fokussiert weitermachen“, sagte Coach Markus Kauczinski am Samstag nach dem 3:0 (2:0) der Hamburger über die SpVgg Greuther Fürth. Mit dem ersten Sieg nach sieben Spielen verließ der Kiezclub vorerst den Relegationsrang 16. Doch die Gefahr des Absturzes in die 3. Liga ist bei noch zwei ausstehenden Spielen längst noch nicht gebannt.

Bis zu den Fürthern, die nun Tabellen-15. sind, ist es nur ein Punkt. Nur drei Zähler sind es zum ersten direkten Abstiegsplatz, auf dem der SV Darmstadt 98 innehat. „Wir wissen, dass wir noch nichts erreicht haben und noch zwei wichtige Spiele vor uns haben“, sagte Mittelfeldspieler Richard Neudecker. Der 21-Jährige war erneut einer der auffälligsten Spieler bei den Hamburgern und vollendete seine Leistung mit seinem vierten Saisontor zum 3:0-Endstand (61.). „Mit dem Treffer hatte ich das Gefühl, dass wir das Spiel im Sack hatten“, sagte der zuletzt unter Druck stehende Kauczinski, dem die Erleichterung nach dem Sieg deutlich anzusehen war.

Auch seine Spieler atmeten durch. „Das Spiel, unsere Fans und die Atmosphäre waren herausragend. Unser Plan ist voll aufgegangen“, sagte Dimitrios Diamantakos. Der vom VfL Bochum ausgeliehene Angreifer besorgte mit seinem ersten Treffer in Paulis Diensten schon nach sieben Minuten Führung. Der eingewechselte Johannes Flum, der nach einer halben Stunde den an den Adduktoren verletzten Spielmacher Buchtmann ersetzte, erhöhte in der 39. Minute per Kopf.

Am Ende stand ein Sieg, der Balsam war für die Mannschaft und die Anhänger. „Ohne unsere Fans ging das heute nicht, sie haben uns trotz der Leistungen zuletzt Mut zugesprochen und haben uns überragend unterstützt“, lobte Abwehrchef Lasse Sobiech das „Wir-Gefühl“ im Verein. Nebenmann Philipp Ziereis sah das ebenso: „Die Unterstützung der Fans unter der Woche hat uns sehr gutgetan. Daran merkt man, dass St. Pauli ein besonderer Verein ist und was ihn ausmacht.“

dpa

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