Ex-Kollege beschreibt Niels Högel als „sympathisch“ und „unkompliziert“

Der wegen Mordes an 100 Patienten an den Kliniken in Delmenhorst und Oldenburg angeklagte Niels Högel. Foto: M. Assanimoghaddam/Archiv

Im Prozess um 100 Morde an Klinikpatienten hat ein früherer Freund und Ex-Kollege den Angeklagten Niels Högel als sympathischen und unkomplizierten Menschen in Erinnerung. Er habe Stress gut kompensieren können, sei stets locker drauf gewesen, sagte der Zeuge, der als Krankenpfleger in Oldenburg und in Delmenhorst mit Högel zusammenarbeitete. Im Rückblick sei die Dimension für ihn völlig unfassbar. Er könne nie mehr als Krankenpfleger arbeiten, betonte der Zeuge am Freitag im Prozess am Landgericht Oldenburg. „Ich wäre nicht mehr in der Lage, in dem Beruf Fuß zu fassen. Das Bild ist maximal zerstört worden.“

Wegen des Todes von sechs Patienten auf der Delmenhorster Intensivstation hatte das Landgericht Oldenburg Högel bereits 2015 zu lebenslanger Haft verurteilt. Er soll seine Opfer mit Medikamenten zu Tode gespritzt haben.

dpa

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