Ex-Freundin mit Messer getötet: Anklage am Landgericht Osnabrück erhoben

Wegen tödlicher Messerstiche auf seine Partnerin hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück einen 28-Jährigen angeklagt. Sie wirft dem syrischen Staatsbürger vor, am 6. Dezember des vergangenen Jahres die junge Frau in ihrer eigenen Wohnung angegriffen zu haben. Das Opfer wollte zusammen mit einer Sozialarbeiterin persönliche Sachen aus dem Schlafzimmer holen, um ins Frauenhaus zu gehen. Sie habe sich in ihrer Wohnung nicht mehr sicher gefühlt. Der Mann habe aus Wut und Rache wegen der Trennung gehandelt, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Er steht wegen Mordes vor Gericht.

Das Opfer und der Angeklagte hatten den Ermittlungen zufolge Mitte 2019 eine Beziehung begonnen, in der es immer wieder zu Streit wegen der Eifersucht des Mannes kam. Die Frau habe ihm vorgeworfen, ihre Bankkarte genommen und unberechtigt Geld abgehoben zu haben. Anfang Dezember soll sie sich von ihrem Freund getrennt haben.

Das Landgericht Osnabrück hat noch nicht über die Eröffnung des Verfahrens entschieden. Die Staatsanwaltschaft rechnet mit dem Beginn des Hauptverfahrens ab Mai 2020.

mit dpa

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