Erstmals Eisbär-Baby im Zoo Hannover geboren


Eisbärin „Milana“ ist Mutter: 
Zum ersten Mal gibt es Eisbären-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover.

Nachdem das Zooteam wochenlang gerätselt hatte, ob Milana tragend ist, hat die Eisbärin nun ihr Geheimnis gelüftet – am Mittwochabend, 20. November, brachte sie das erste Jungtier und Donnerstag früh, am 21. November um 00:42 Uhr, ihr zweites Jungtier zur Welt.

Die Freude im Zoo war riesengroß – aber auch zurückhaltend. „Von den Erfahrungen anderer Zoos wissen wir, dass die ersten zehn Tage besonders kritisch sind“, erklärt der Zoologische Leiter, Klaus Brunsing. Die Jungtiersterblichkeit bei Eisbärjungtieren ist in Zoos wie in der Wildbahn leider sehr hoch. „Milana hat sich gleich nach Geburt vorbildlich um die beiden Jungtiere gekümmert“, so Brunsing. Doch trotz aller sichtbarer Fürsorge lebte am nächsten Morgen nur noch eines der Jungtiere. Dieses scheint sich aber gut zu entwickeln und wirkt munter.

Eisbär Milana mit ihren Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover. Foto: ERLEBNIS-ZOO HANNOVER

Milana schlüpft voll in ihre Mutterrolle

Das Zooteam hofft nun, dass die Entwicklung von Milanas Jungtier weiterhin gut verläuft – der Zoo hat alle Voraussetzungen dafür geschaffen. „Wir können über die installierten Kameras auch die Töne aus der Wurfhöhle hören: Das Kleine gibt die typischen, keckernden Jungtierlaute von sich“, erzählt Brunsing. Milana kümmert sich weiter bestens um ihren etwa meerschweinchengroßen Nachwuchs. „Es ist schwer, das winzige Jungtier in dem dichten Fell von Milana zu erkennen, sie hält es eng bei sich zwischen ihren Vorderbeinen, um es zu wärmen.

In der nächsten Zeit wird sich niemand der Wurfhöhle nähern, absolute Ruhe ist ein entscheidender Faktor bei der Aufzucht. Die Eisbärin und ihr Jungtier werden ausschließlich über die installierten Kameras beobachtet. Wie auch in der Wildbahn, wird Milana die Wurfhöhle erst im Frühjahr verlassen.

Bestand der Eisbären ist gefährdet

Seit 2006 steht der Eisbär auf der Roten Liste der Naturschutzorganisation IUCN. Der Bestand ist als „gefährdet“ eingestuft. In der Arktis leben nur noch etwa 20.000-25.000 Eisbären. Nach Einschätzung der IUCN wird die Bestandsentwicklung des Eisbären als rückläufig eingestuft.

Gibt es bald Eisbären-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover?

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