Erst ab 15. Dezember: Apotheken bitten um Geduld bei kostenlosen FFP2-Masken für Risikopatienten

Der Landesapothekerverband Niedersachsen appelliert an Risikopatient:innen, wirklich erst ab dem 15. Dezember 2020 in den Apotheken nach kostenlosen Masken zu fragen. Am Mittwoch hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ja angekündigt, rund 27 Millionen Risikopatient:innen noch vor Weihnachten mit Mund-Nasen-Masken kostenlos auszustatten und einen Entwurf einer Verordnung vorgelegt. Die Ausgabe dieser Masken soll laut der Verordnung über die öffentlichen Apotheken erfolgen.

Foto: Pixabay/Symbol

Voraussichtlich ab dem 15. Dezember 2020 können die Risikopatient:innen jeweils drei kostenlose Schutzmasken erhalten. Die Patient:innen haben dann bis zum 31. Dezember 2020 Zeit, sich die Masken in einer Apotheke abzuholen.

Insgesamt Anspruch auf 15 FFP2-Masken

Laut Entwurf sollen dann ab Januar die berechtigten Patient:innen in einer zweiten Phase mit weiteren Masken versorgt werden. Dafür werden sie von ihrer Krankenversicherung fälschungssichere Berechtigungsscheine für zweimal je sechs FFP2-Masken erhalten. Als Eigenanteil wird für jeweils sechs Masken eine Zuzahlung von jeweils zwei Euro vorgesehen. Insgesamt hat jede/r Betroffene Anspruch auf 15 FFP2-Masken, also rechnerisch eine Maske pro Woche bis zum Beginn des Frühjahrs.

Verordnung muss erst noch erlassen werden

„Wir begrüßen den Vorstoß des Bundesgesundheitsministeriums, die Verteilung der Masken über die Vor-Ort-Apotheken vorzunehmen. Denn hier zeigen sich die Vorteile der dezentralen flächendeckenden Apothekenstruktur der inhabergeführten und freiberuflichen Apotheker“, so Berend Groeneveld, Vorstandsvorsitzender des Landesapothekerverbandes Niedersachsen (LAV). „Die entsprechende Verordnung, die alle Details regelt, liegt derzeit nur als Entwurf vor und ist noch nicht erlassen. Die Abgabe der kostenlosen Schutzmasken kann erst an Risikopatienten über die Apotheken erfolgen, wenn die Verordnung in Kraft tritt. Das wird voraussichtlich gegen Mitte nächster Woche der Fall sein“, erklärt Groeneveld.

Apotheken bitten Patienten um Geduld

Logistisch ist die kostenlose Verteilung der FFP2-Masken für die Apotheken bundesweit zudem eine große Herausforderung, da die Mund- und Nasenschutz-Masken für die rund 27 Millionen Risikopatient:innen nun von den Apotheken über den Großhandel oder den Herstellern beschafft werden müssen. „Die Apotheken können nur die Masken verteilen, die sie auf dem Markt beschaffen können. Das geht leider nicht alles an einem Tag“, betont Groeneveld. „Gerne hätten wir seitens des Bundesgesundheitsministeriums einen kleinen Vorlauf gehabt, um den Ablauf für unsere Patienten komplikationslos organisieren zu können. Wir Apotheker geben unser Bestes und bereiten uns auf die Maskenverteilung in der kommenden Woche vor. Bis dahin bitten wir bei den Patienten auch im gemeinsamen Interesse um etwas Geduld“, sagt der LAV-Vorstandsvorsitzende.

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