Ermittlungen gegen Uniklinik Lübeck nach Tod eines Neugeborenen

Die Staatsanwaltschaft Lübeck ermittelt gegen die Uniklinik Lübeck wegen des Todes eines Neugeborenen. Die Eltern des Kindes werfen der Klinik unter anderem Totschlag vor, sagte die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft, Ulla Hingst, am Freitag. Der kleine Junge war zwei Tage nach seiner Geburt Ende August in der Uniklinik gestorben. Die Eltern werfen den diensthabenden Ärzten und Hebammen vor, sich nicht ausreichend um das Neugeborene gekümmert zu haben, das mit einem genetisch bedingten Herzfehler zur Welt gekommen war. Eine von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion habe zunächst keine eindeutige Todesursache ergeben, sagte Hingst. Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt.

Eine Sprecherin der Uniklinik sagte: «Wegen der laufenden Ermittlungen und weil uns keine Schweigepflichtsentbindung der Eltern vorliegt, können wir zu dem Fall keine Stellungnahme abgeben.»

dpa

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