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Im Prozess gegen den 93 Jahre alten ehemaligen Wachmann des KZ Stutthof hat der Angeklagte am Montag ausgesagt. Bruno D. erklärte, dass er 1944 zum Dienst gezwungen worden war. Ihm hätten die KZ-Insassen leidgetan. Außerdem beklagte er, dass man durch den Prozess seinen Lebensabend zerstören würde. Dem damals 17- bzw. 18-Jährigen wird Beihilfe zum Mord an insgesamt 5.230 Menschen vorgeworfen.

Eine Änderung der Rechtssprechung von 2011 macht es möglich, dass Personen wegen Beihilfe angeklagt werden können – auch wenn sie nicht eigenhändig an den Morden beteiligt waren. Bruno D. drohen bis zu 10 Jahre Haft. Es gilt allerdings als unwahrscheinlich, dass er tatsächlich ins Gefängnis kommt.

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