Dritter Warnstreik-Tag der Busfahrer: Verhandlungsrunde

In der Tarifauseinandersetzung des öffentlichen Busgewerbes in Schleswig-Holstein setzt die Gewerkschaft Verdi heute den dreitägigen Warnstreik in den kreisfreien Städten fort. Es ist der letzte Tag. Betroffen seien die Stadtbusse in Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster, teilte ein Verdi-Sprecher mit. Begonnen hatten die Warnstreiks am Dienstag. Sie sollen heute bis Betriebsschluss dauern. Parallel zum Warnstreik der Busfahrer treffen sich die Tarifparteien heute (10.00) in Neumünster zur nächsten Verhandlungsrunde.

Die Tarifverhandlungen stocken. Verdi verlangt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,06 Euro pro Stunde rückwirkend zum 1. Januar. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten bekommen. Die Arbeitgeber lehnen die Forderung, die nach ihren Angaben etwa 14 Prozent Lohnerhöhung bedeuten würden, als überzogen ab. Sie haben eine dreijährige Laufzeit angeboten mit drei Erhöhungsstufen mit insgesamt 9,1 Prozent: 110 Euro für 2020 (4,0 Prozent), 2,8 Prozent für 2021 und 2,3 Prozent für 2022.

Auch die Tarifverhandlungen mit den privaten Busunternehmen, die im Omnibus Verband Nord (OVN) organisiert sind, kommen nicht voran. Sondierungen am Dienstag waren ergebnislos verlaufen. Der OVN deckt in vielen Kommunen und Kreisen die Schülerverkehre und den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) im Auftrag der öffentlichen Träger ab. Verdi hat Warnstreiks bis zum nächsten.

 

Mit dpa

Copy LinkCopy LinkShare on MessengerShare on Messenger
Zur Startseite