DFL lehnt Ausnahmegenehmigung für Holstein Kiel ab

@Patrick_Nawe

Foto: Patrick Nawe/Archiv

Fußball-Zweitligist Holstein Kiel darf bei Aufstieg in die 1. Bundesliga nicht im eigenen Stadion spielen. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung abgelehnt. Das Holstein-Stadion, so die Begründung, sei mit einem Fassungsvermögen von rund 10.000 Zuschauern zu klein für die 1. Bundesliga. Gefordert sind dort Plätze für 15.000 Zuschauern, 8.000 davon müssen Sitzplätze sein.

Die KSV Holstein wird diese Entscheidung nun durch den zuständigen Lizenzierungsausschuss überprüfen lassen. Wolfgang Schwenke, Kaufmännischer Geschäftsführer der KSV, sagte: „Wir hoffen weiter, dass wir im Falle eines Aufstiegs unsere Heimspiele in Kiel austragen dürfen“. 34 Auswärtsspiele wären nach einem sensationellen Aufstieg ungerecht.“ Das Stadion genüge den Sicherheitsanforderungen der DFL und böte alle Voraussetzungen, damit die Übertragung der Spiele dem geforderten Standard entsprächen. „Dass unser Stadion zu wenig Plätze hat, geht deshalb allein auf unsere Kosten, aber stört den Spielbetrieb nicht“, so Schwenke weiter. „Wenn es keine Ausnahmen für solche Ausgangslagen gibt, wird es für Vereine wie Holstein Kiel, die keinen großen Investor im Rücken haben, unmöglich, ein Märchen wie unseres auch tatsächlich wahr werden zu lassen.“

Spätestens in der Saison 2019/20 soll das Holstein-Stadion durch den Neubau der Osttribüne über die erforderliche Kapazität von 15.000 Plätzen verfügen. Polizei, Feuerwehr und die Stadt Kiel haben gegenüber der DFL bereits versichert, dass sie keine sicherheitstechnischen Bedenken gegen Bundesligaspiele in Kiel in der kommenden Spielzeit haben. Somit bleibt die endgültige Entscheidung darüber, wo ein möglicher Erstligist KSV Holstein seine Heimspiele austragen wird, weiter offen.

Pressemitteilung KSV Holstein

 

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