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In Niedersachsens Krankenhäusern werden aktuell 757 Covid-19-Patient:innen behandelt, 141 davon auf der Intensivstation. 79 Menschen müssen künstlich beatmet werden. Die Zahlen haben sich allein in den letzten zwei Wochen mehr als verdoppelt. Noch sind die Krankenhäuser in jeder Sicht voll handlungsfähig. Das haben uns Sprecher unterschiedlicher Kliniken am Dienstag übereinstimmend bestätigt. Von 2.480 Intensivbetten in Niedersachsen sind 1.660 belegt. Aber schon in zwei oder drei Wochen könnte die Situation anders aussehen. Ein Personal-Engpass wird befürchtet, denn es gibt zu wenig Pflegekräfte. Und diejenigen, die momentan Leben retten, sollen künftig mehr arbeiten. Das Land hat zum November in einer Allgemeinverfügung die geltenden Höchstarbeitszeiten für Beschäftigte unter anderem in Krankenhäusern bis Juni kommenden Jahres ausgehebelt. Ärzt:innen wie auch Pflegefachkräfte sollen nun bis zu zwölf Stunden täglich arbeiten dürfen. Diese Verfügung – so kritisiert die Kammer – enthält aber weder Reglungen zu Ausgleichsstunden noch zu einer finanziellen Entschädigung für die Mehrarbeit.

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