Corona-Strand-Ampel: Wo wird es voll in der Lübecker Bucht?

In den Sommerferien wird es voll an den norddeutschen Stränden. Corona-bedingt vielleicht noch voller als in den vergangenen Jahren, sollten sich die Deutschen gegen einen Urlaub im Ausland entscheiden. In den vergangenen Wochen sperrten einige Ostseebäder wegen Überfüllung sogar ihre Zufahrtstraßen für Tagestouristen.

Ab Donnerstag können sich Urlauber online darüber informieren, wie voll die Strände in Scharbeutz und anderen Orten der Lübecker Bucht sind. Der „Strandticker“ ist ein Projekt der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (Talb) und soll helfen, die Gästeströme besser zu lenken. Eine Ampel soll anzeigen, welche Strandabschnitte bereits überfüllt seien und wo es noch freie Kapazitäten gebe, sagte der Geschäftsführer der Talb, André Rosinski, am Mittwoch. Die umstrittene „Strand-App“, über die Tagesgäste einen Platz am Strand buchen sollten, sei damit zunächst vom Tisch.

Die Strandampel der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht Quelle: www.strandticker.de

Die Informationen im „Strandticker“ sollen den Angaben zufolge zunächst auf Mitteilungen der Strandkorbvermieter basieren und viermal täglich aktualisiert werden. In einer geplanten zweiten Stufe sollten dann Sensoren an einigen Strandzugängen die Badegäste zählen und automatisch signalisieren, wenn der Strand zu voll sei, sagte Rosinski. Der Ticker gilt für die Ostseebäder Scharbeutz mit dem Ortsteil Haffkrug sowie für Sierksdorf, Pelzerhaken und Rettin.

Und wie sieht es an der Nordsee aus?

Den Tourismus-Ansturm auf die Inseln regulieren die Fähren. Diese waren zum Start der Sommerferien schon gut ausgelastet und erwarten bald wieder mehr Tagestouristen. „Bisher kommen wir ganz gut klar und haben unseren Fahrplan schon verdichtet“, hieß es am Sonntag bei der Reederei Norden-Frisia.

Um Ansteckungsrisiken zu minimieren, gilt für mehrere Einkaufsstraßen auf Norderney noch bis zum 19. Juli die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Betroffen sind die Strandstraße, die Poststraße, die Friedrichstraße zwischen Heinrich- und Bismarckstraße sowie die Schmiedestraße.

mit dpa

Copy LinkCopy LinkShare on MessengerShare on Messenger
Zur Startseite