Corona-Regelung: Hamburg erlaubt Ligaspiele mit mehr als 1.000 Zuschauern

Foto: SAT.1 REGIONAL/Archiv

Bei den kommenden Heimspielen des Hamburger SV am 4. Oktober und des FC St. Pauli am 27. September können voraussichtlich schon deutlich mehr als die bislang zugelassenen 1.000 Zuschauer*innen im Stadion mitfiebern. Erforderlich ist in jedem Fall eine Genehmigung des zuständigen bezirklichen Gesundheitsamts, das die Genehmigung mit erforderlichen Auflagen verknüpfen kann. Die Teilnehmer*innen-Zahl darf höchstens ein Fünftel (20 Prozent) der vorhandenen Platzkapazität des Veranstaltungsorts betragen. Eine entsprechende Änderung der Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung hat der Senat am Dienstag beschlossen. Keine Zulassung von Zuschauer*innen erfolgt in der Regel, wenn die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner*innen am Austragungsort größer gleich 35 und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar ist.

Kein Alkohol, keine Stehplätze

Eintrittskarten dürfen nur personengebunden vertrieben werden, um eine erforderliche Kontaktdatenerhebung zu gewährleisten. Ebenso müssen den Besucher*innen feste Sitz- oder Stehplätze zugewiesen werden. Der Ausschank und Konsum alkoholischer Getränke am Veranstaltungsort ist untersagt. Der Ein- und Auslass ist zudem so zu organisieren, dass Besucherströme entzerrt werden und es nicht zu Menschenansammlungen kommt. Gleiches gilt für sanitäre Einrichtungen. Alle hygienischen Vorkehrungen sind in einem tragfähigen Schutzkonzept darzulegen, das mit dem jeweils zuständigen bezirklichen Gesundheitsamt und unter Beteiligung der Gesundheitsbehörde sowie der Behörde für Inneres und Sport abzustimmen ist. Die Hygienekonzepte der zugehörigen Ligen bzw. der zuständigen Sportfachverbände sind dabei zu berücksichtigen.

Sportsenator Andy Grote mahnt zu Einhaltung der Schutzmaßnahmen

Sportsenator Andy Grote: „Mit dem Tennis-Turnier am Rothenbaum haben wir gezeigt, dass wir bei aller gebotenen Vorsicht möglich machen, was geht und uns weitere Schritte zutrauen. Ich freue mich, dass wir uns im Senat nun darauf verständigt haben, auch Ligaspiele und andere vergleichbare Sportgroßveranstaltungen wieder mit mehr als 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauern zuzulassen. Vereine und Veranstalter haben es jetzt in der Hand, mit tragfähigen und gründlich ausgearbeiteten Hygienekonzepten die entsprechenden Voraussetzungen für eine Genehmigung zu schaffen. Allen muss jedoch klar sein, dass wir diese Schritte nur gehen können, wenn wir uns weiterhin an die erforderlichen Schutzmaßnahmen halten und damit einen Anstieg der Infektionszahlen wie andernorts verhindern.“

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