Corona-Lage in Hamburg: Besuchsverbot in Pflegeheimen, Abiturienten erhalten mehr Zeit

Hamburg verschärft die bereits bestehende Allgemeinverfügung, um ältere Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Ab Dienstag, bis zum 30. April, sind Besuche in Pflegeeinrichtungen der Stadt untersagt, teilte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks bei der Landespressekonferenz mit.

Auch Senioren, die nicht in betreuten Heimen leben, sollten ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum reduzieren und nach Möglichkeit auch nicht selbst einkaufen gehen, sondern die Hilfe anderer in Anspruch nehmen, so Prüfer-Storcks. Es soll eine Hotline geschaltet werden, an die ältere Menschen sich wenden können.

Am Dienstag ist die Zahl der Corona-infizierten Personen in Hamburg auf 2.290 angestiegen, das sind nur 76 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Grund zum Aufatmen sei das noch nicht, man müsse die Zahlen der kommenden Tage abwarten, so Prüfer-Storcks. 174 Patienten werden aktuell stationär behandelt, 40 Corona-Erkrankte liegen auf der Intensivstation – diese Zahl sei seit Tagen stabil.

Soforthilfe für Unternehmen: 13.000 Anträge

Am Montag ist kurz vor Mitternacht das Hilfsprogramm von Bund und Ländern für Selbstständige und kleinere Unternehmen in Hamburg an den Start gegangen. Bis Dienstag, um kurz vor 13 Uhr, habe es auf der Homepage der Hamburgischen Investitions- und Förderbank 27.000 Registrierungen gegeben, es seien 13.000 Anträge eingegangen oder zumindest angelegt, teilte Finanzsenator Andreas Dressel mit.

Abiturprüfungen in Hamburg starten am 21. April

Hamburg gibt den Abiturienten mehr Zeit für die Prüfungsvorbereitung. Die Abiturprüfungen starten fünf Tage später als ursprünglich geplant und damit zeitgleich mit Schleswig-Holstein, teilte Schulsenator Ties Rabe mit. Zudem werden dreimal so viele Nachschreibetermine angeboten. Außerdem soll in diesem Jahr von der Zweitkorrektur abgesehen werden. Für die Schulen sei dies eine enorme Entlastung, sagte Rabe.

In Hamburg stehen in diesem Jahr 9.000 Abiprüfungen, 800 Prüfungen für Haupt- und Realschulabschlüsse und 13.000 Prüfungen für verschiedene Berufsschulabschlüsse aus.

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