Corona-Fälle an Schulen: Kultusminister Tonne fordert Umsetzung der Hygienepläne

Grant Hendrik Tonne (SPD), Kultusminister in Niedersachsen. Foto: Peter Steffen/dpa/Archiv

Angesichts von Corona-Fällen an Schulen hat Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne die Umsetzung der Hygienepläne angemahnt. Die vorgelegten Hygienepläne sagten genau, wer für was Sorge zu tragen habe, erklärte der SPD-Politiker im Interview der Braunschweiger Zeitung am Mittwoch. „Wenn es nicht getan wird, müssen wir im zweiten Schritt sagen: nun, liebe Leute, macht ihr das.“ Tonne betonte, er habe viele Rückmeldungen, wonach die Schulen gut mit den Vorgaben arbeiten könnten: „Wenn es nicht läuft, wird dem nachgegangen.“ Er forderte: „Seife und Papierhandtücher und Desinfektionsmittel müssen sichergestellt sein.“

„Jeder muss seine Hausaufgaben machen“, sagte Tonne der Zeitung. „Es gibt auch viele Schulträger, die das vorbildlich lösen. Den Rahmenhygieneplan haben wir gemeinsam mit Landesgesundheitsamt und Kommunalen Spitzenverbänden erarbeitet. Die wussten, was auf sie zukommt. Debatten helfen uns da nicht.“ Laut Ministerium ist derzeit nur ein Gymnasium im Landkreis Osnabrück von einer Schließung betroffen. Mehrere Schüler und Schülerinnen hatten sich mit dem Coronavirus infiziert.

Tonne verteidigte die Entscheidung, die Schüler im neuen Schuljahr wieder in Unterricht mit ganzen Klassen zu schicken: „Wenn ich absolute Sicherheit möchte, dann muss ich die Schulen zuschließen und keinen reinlassen. Wenn ich Menschen zusammenkommen lasse, egal unter was für Vorkehrungen, bleibt ein Restrisiko, dass es zu Infektionen kommt. Das müssen wir sauber abwägen mit dem Recht auf Bildung.“

dpa

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