Cannabis-Gesetz: Stephan Weil sieht Legalisierung skeptisch

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen. Foto: Michael Matthey/dpa/Archiv

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sieht das Gesetz für eine geplante Cannabis-Legalisierung kritisch. „Das Gesetz ist keine Krone der Gesetzgebung“, sagte der SPD-Politiker im Podcast Table.Today des Nachrichtenportals „Table Media“ vor Beratungen des Bundesrats zu dem Thema. „Die Folgefragen, die wir mit einer Legalisierung haben, sind nicht ernsthaft durchdekliniert worden. Die gesamte Fachwelt sagt: Lasst die Finger davon“, gab Weil zu bedenken.

Weil: „Die gesamte Fachwelt sagt: Lasst die Finger davon“

Die umstrittene Legalisierung von Cannabis in Deutschland kommt am Freitag abschließend in den Bundesrat. Das vom Bundestag beschlossene Gesetz ist dort nicht zustimmungsbedürftig, die Länderkammer könnte es aber in den gemeinsamen Vermittlungsausschuss mit dem Parlament schicken und damit vorerst abbremsen. Nach den Plänen der Ampel-Koalition sollen Besitz und Anbau der Droge mit zahlreichen Vorgaben für Volljährige zum Eigenkonsum zum 1. April erlaubt werden. Zum 1. Juli sollen dann auch nichtgewerbliche Vereinigungen zum gemeinschaftlichen Anbau an den Start gehen können.

Weil bekannte, er habe selbst mal gekifft, das habe ihm aber nicht viel gebracht: „Auf einer Fete habe ich einen Joint geraucht. Das hat mich müde gemacht. Ich gehe aber nicht zu einer Fete, damit ich einschlafe.“ Er habe dann Bier bevorzugt.

SAT.1 REGIONAL/dpa

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