Bushido-Album „Sonny Black“: YouTube sperrt 300 Videos

Der Berliner Rapper Bushido. Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress

Nach einem Hinweis der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) hat das Videoportal 300 Videos gesperrt, die entweder das gesamte oder einzelne Tracks des als jugendgefährdend indizierten Albums „Sonny Black“ des Rappers Bushido verbreitet haben. Das Album erschien bereits im Jahr 2014. Die MA HSH hat bei einer Recherche festgestellt, dass die Videos auf der Plattform frei zugänglich waren. Nach Meldung und Sperrung der Videos durch Google Ireland Ltd. sind sie für Nutzer in Deutschland nun nicht mehr aufrufbar.

Album „Sonny Black“ als jugendgefährdend eingestuft

Das Album „Sonny Black“ würdigt unter anderem Frauen und Homosexuelle herab und verherrlicht Gewalt. Es war deshalb 2015 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert worden. Ende Oktober 2019 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht die Einstufung des Albums als jugendgefährdend. Daher darf das Album nicht an Kinder und Jugendliche verkauft werden. Auch im Internet muss durch Zugangsbeschränkungen sichergestellt werden, dass es für Kinder und Jugendliche nicht frei zugänglich ist. Geschieht dies nicht, liegt ein Verstoß gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) vor.

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