Bürgermeister Tschentscher will HVV-Preiserhöhung begrenzen

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Foto: Daniel Bockwoldt

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) will die angestrebte Preiserhöhung im Hamburger Verkehrsverbund HVV von 2,2 Prozent auf 1,8 Prozent begrenzen. Zwar hätten die Verkehrsunternehmen mit höheren Personal- und Energiekosten zu kämpfen. „Trotzdem wollen wir die Preissteigerung für die Kunden auf den Inflationsausgleich begrenzen“, sagte der Bürgermeister dem „Hamburger Abendblatt“. „Mit dem Ausbau und der Verbesserung des Angebotes müssen wir den öffentlichen Nahverkehr in Zukunft stärker aus dem Haushalt finanzieren.“ Das bedeutet, dass mehr Steuereinnahmen hierfür verwendet würden. Die Kosten der 28 HVV-Verbundunternehmen sind nach Angaben des Verbundes nur zu 74 Prozent gedeckt.

Zunächst wird sich der rot-grüne Senat mit der vom HVV beantragten Preiserhöhung befassen. Beschlossen werden die neuen Tarife von der Hamburger Bürgerschaft und den Umlandgemeinden, in denen ebenfalls der HVV-Tarif gilt.

Die Hamburger CDU hat angekündigt, sie werde die angestrebte Preiserhöhung von 2,2 Prozent ablehnen. Sie will einen entsprechenden Antrag in der Bürgerschaftssitzung am 14. August einbringen. Der bisher geplante Aufschlag wäre der höchste Anstieg der vergangenen fünf Jahre.

dpa

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