Brand in Flüchtlingsunterkunft Neumünster – Bewohner in Haft

Nach dem Feuer in der Landesunterkunft für Flüchtlinge in Neumünster geht die Polizei von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde gegen einen 27 Jahre alten Bewohner Haftbefehl erlassen, wie die Polizei mitteilte. Der Mann soll am Mittwoch gegen 14:50 Uhr sein Bettzeug angezündet haben. Der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler sagte, nach ersten Erkenntnissen habe ein Bewohner das Feuer in suizidaler Absicht gelegt. Er habe Angst vor einer Abschiebung gehabt.

Bei dem Feuer am Mittwoch erlitten fünf Menschen Rauchvergiftungen. Sie wurden nach ambulanter Versorgung ins Krankenhaus gebracht. Das Feuer war in einem Zimmer im ersten Stock eines zweistöckigen Wohngebäudes ausgebrochen. Es brannten zwei Zimmer aus, der Sprecher des Landesamtes für Zuwanderung und Flüchtlinge ging von einem hohen Sachschaden aus.

Die 58 Bewohner:innen des Gebäudes wurden nach Angaben des Landesamtes mit Ersatzkleidung versorgt und auf andere Wohngebäude in der Anlage verteilt. In dem vom Feuer betroffenen Gebäude sind den Angaben zufolge auch eine Schule und eine Einrichtung zur Kinderbetreuung untergebracht.

Mit dpa

Copy LinkCopy LinkShare on MessengerShare on Messenger
Zur Startseite