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Die Windenergiebranche in Niedersachsen steckt in der Krise. Veraltete Technik, lange Genehmigungsverfahren und Klagen von Anwohnern und Naturschützern verzögern den Ausbau. Der Abbau von 1.500 Stellen beim größten Windanlagen-Hersteller ENERCON in Aurich zeigt – so wird das nichts mit dem Einhalten der Klimaziele bis 2030. In Hannover haben sich heute rund 700 Experten aus Politik, Wirtschaft und Verbänden zum Branchentag „Erneuerbare Energien“ getroffen.

Windkraft nimmt ab

Niedersachsen ist das Windland Nummer eins in Deutschland. Rund 6.400 Windräder zählt das Energieministerium zwischen Nordsee und Harz. Der Anteil an der gesamten Stromerzeugung beträgt etwas mehr als 30 Prozent.

Doch der Ausbau der Windkraft ist nach Jahren des Booms fast zum Erliegen gekommen. Lange Planungs- und Genehmigungsverfahren, Klagefluten von Anwohnern und Naturschützern und auch der Wegfall von Fördergeldern bremsen die Investitionsbereitschaft. In den ersten drei Quartalen 2019 wurden in Niedersachsen nur 36 neue Windräder aufgebaut – das ist ein Rückgang gegenüber 2017 um mehr als 80 Prozent. Der Motor der Energiewende ist ins Stottern geraten.

Geplanter Stellenabbau bei Enercon: Stephan Weil trifft sich mit Geschäftsführer

Hat die Windenergie in Niedersachsen noch eine Zukunft? Wir berichten um 17:30 Uhr in einer umfassenden Reportage über die Perspektiven der Windkraft.

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