Bombenfund in Kiel: Evakuierung von 4000 Menschen am Samstagmorgen

Ein Absperrband der Polizei ist vor einem Einsatzfahrzeug nahe dem Tatort zu sehen. Foto: Swen Pförtner/Archivbild

Rund 4000 Menschen in Kiel müssen am Samstag ihre Wohnungen verlassen, weil eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft wird. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, werden von 8.00 Uhr an im Stadtteil Dietrichsdorf mehr als 30 Straßen gesperrt. Die Wohnungen müssen bis 9.00 Uhr verlassen sein. Eine Firma hatte die britische 250-Kilo-Sprengbombe an der Fachhochschule entdeckt, als sie bei der Vorbereitung von Bauarbeiten eine Verdachtsfläche überprüfte.

Wegen besonderer Gefährlichkeit soll ein Teil der Zündkette an der Bombe am Samstag vor Ort gesprengt werden. In einem Radius von etwa 500 Metern müssen die Bewohner ihre Häuser verlassen. Auch die Fachhochschule und der Ostuferhafen sind betroffen. Für Anwohner, die keine Möglichkeit haben, sich anderweitig aufzuhalten, ist ab 08 Uhr die Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule im Masurenring 6 geöffnet.

Bürgertelefon verfügbar

Die Berufsfeuerwehr Kiel schaltet Freitag im Zeitraum von 14 Uhr bis 20 Uhr und Samstag von 07 Uhr bis 10 Uhr die Leitungen des Bürgertelefons frei. Die Rufnummer lautet 0431 / 5905 555. Hier sollten sich insbesondere Bürger melden, die nicht in der Lage sind, ihre Wohnungen eigenständig zu verlassen. Seitens der Stadt werden Handzettel an alle betroffenen Haushalte und Gewerbebetriebe verteilt, die sämtliche Informationen rund um die Entschärfung beinhalten.

Zudem will die Polizei über ihren Facebook-Account alle entscheidenden Informationen an dem Tag festhalten.

Übersicht der Evakuierung

Auf der folgende Karte können Sie sehen, welche Gebiete von der Evakuierung betroffen sind:

Gesamtübersichten des Evakuierungsgebiets in Kiel. Grafik: Polizeidirektion Kiel

 

mala / pk

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