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Das anhaltende Flugverbot für Boeings Mittelstreckenjet 737 Max macht dem weltgrößten Reisekonzern Tui weiter zu schaffen. „Wir erwarten in diesem Geschäftsjahr keine Auslieferung der Max-Jets mehr“, sagte Tui-Chef Fritz Joussen bei der Vorlage der Quartalszahlen vor der Hauptversammlung am Dienstag in Hannover. Allerdings erwartet er nach der Insolvenz des Rivalen Thomas Cook jetzt einen kräftig wachsenden Reiseabsatz für den Sommer. „Der Reisemarkt in Deutschland und Großbritannien wird voraussichtlich schrumpfen, aber wir werden Marktanteile gewinnen“, sagte Joussen.

Vorstandsvorsitzender Fritz Joussen Foto: dpa/ Peter Steffen

Tui erwartet Umsatzplus im laufenden Geschäftsjahr

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September erwartet der Manager jetzt ein Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll zwischen 850 Millionen und 1,05 Milliarden Euro liegen. Damit ist die Untergrenze formal zwar 100 Millionen Euro niedriger als zuvor. Doch dafür hat Joussen erstmals die Mehrkosten für eine über den gesamten Sommer verlängerte 737-Max-Krise eingerechnet sowie erste Schadenersatzzahlungen von Boeing.

mit dpa

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