„Blue Port“ Hamburg: Wirbel um Foto-Rechte

Die Lichtinstallation darf weiterhin von Hobby-Fotografen abgelichtet und veröffentlicht werden.
Foto: 17:30 Sat.1 Regional

Der ganze Hamburger Hafen ist in ein mystisches Blau getaucht: Das Projekt „Blue Port“ begleitet die Cruise Days – das große Treffen der Kreuzfahrtschiffe.

Dabei dient die Lichtinstallation mit rund 12.000 Licht-Elementen vor allem als tolles Fotomotiv. Um die Bilder des Kunstwerkes gab es am Mittwochmorgen jedoch große Aufregung, denn ursprünglich drohte Ärger, wenn die Fotos über Social-Media-Kanäle verbreitet werden. Aber darf jeder nun das Kunstwerk fotografieren oder nicht?

Problem: Nutzungsrechte gehen an Social-Media-Plattformen

Seit 2008 taucht der Künstler Michael Batz den Hamburger Hafen alle zwei Jahre in blaues Licht. Er selbst habe nichts dagegen, wenn sein Kunstwerk privat fotografiert werden würde, sagte er dem Hamburger Abendblatt. Doch bei einer Veröffentlichung gebe es noch bestimmte Einschränkungen – hier liegt die Rechtslage bei der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst (VG Bild).

Das Problem bei der Nutzung von Social Media-Kanälen ist: Wenn man ein Foto hochlädt, egal von was oder wem, dann gibt man damit einen Teil der Rechte an dem Bild an die Netzwerke wie Instagram oder Facebook ab. Und das sollte verhindert werden.

Die Diskussion um die Veröffentlichungsrechte sorgte vor allem in den sozialen Netzwerken für Furore: Schon viele „Blue Port“-Besucher hatten ihre Bilder bereits auf den Plattformen Instagram, Facebook oder Twitter stolz präsentiert.

Entwarnung für Hobby-Fotografen

Auf Nachfrage von 17:30 SAT.1 REGIONAL gab der Pressesprecher Sascha Albertsen vom Hamburger Marketing eine Entwarnung: Die Sachlage sei schnell richtiggestellt worden. Auch der Veranstalter selbst äußerte sich zu der „Nach einer Vielzahl von Nachfragen bezüglich der Möglichkeit, Bilder des Lichtkunstwerks BLUE PORT HAMBURG zu veröffentlichen, ist aktuell zusammen mit Hamburg Tourismus eine Lösung gefunden worden, die es erlaubt, dass Hobbyfotografen und -fotografinnen für nicht-kommerzielle Nutzung auch Social Media-Plattformen verwenden können, ohne dass eine Lizenzierung durch die VG Bild-Kunst erforderlich ist.“ Für eine kommerzielle Nutzungen sei jedoch weiterhin die VG Bild-Kunst anzufragen.

Hamburg Marketing/mala

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